So verhasst ist Merkel in Griechenland

Am Tag vor Angela Merkels Griechenland-Besuch gehen bereits Hunderte Hellenen auf die Straße. Sie machen deutlich: Die Kanzlerin ist bei ihnen nicht willkommen.

Am Tag vor Angela Merkels Griechenland-Besuch gehen bereits Hunderte Hellenen auf die Straße. Sie machen deutlich: Die Kanzlerin ist bei ihnen nicht willkommen.

Am Tag vor Angela Merkels Griechenland-Besuch gehen bereits Hunderte Hellenen auf die Straße. Sie machen deutlich: Die Kanzlerin ist bei ihnen nicht willkommen. Auch vor dem Parlamentsgebäude in Athen wird protestiert. Für den Besuch der Kanzlerin sind wichtige Stationen der Innenstadt weiträumig abgesperrt. So sollen Massenaufläufe verhindert werden. In griechischen Medien sind Anti-Merkel-Parolen längst gang und gäbe. Gern wird die Kanzlerin mit Hakenkreuz dargestellt und als neue deutsche Diktatorin inszeniert. Auf diesem Titel zeigt die Venus de Milo Merkel den Mittelfinger. Im Juli 2012 macht Crash mit der Kanzlerin als Sträfling auf. Die Schlagzeile: «Stellt sie vor Gericht wegen des Völkermordes an den Griechen!» Die griechische Zeitung Demokratie zeigt Merkel im Februar 2012 in einer SS-Uniform. Merkels Bild als verhasste Symbolfigur, die für die Armut des Volkes verantwortlich gemacht wird, hat sich in weiten Teilen der Gesellschaft durchgesetzt. Besonders beliebt ist auch hier der Hitler-Vergleich. Kaum eine Demonstration kommt ohne ihn aus. Hier hat sich ein Protestler höchstselbst als Diktator in Szene gesetzt. Aber nicht nur Kanzlerin Merkel ist den Griechen ein Dorn im Auge. Die Zentralbank von Griechenland wird während des Generalstreiks im September 2012 von wütenden Hellenen kurzerhand umbenannt: «Bank von Merkel - Ihre Reichen, unser Blut» steht dort geschrieben. Selbst für Straßenlaternen muss die Kanzlerin herhalten. Dieses Plakat, das eine Karikatur von Angela Merkel zeigt, weist auf eine Party in Athen hin.
Weitere Fotostrecken Zum Artikel