Wenn deutsche Polizisten durchdrehen

Mit mindestens zwölf Schüssen töteten Ende April 2009 zwei Regensburger Polizisten den Musikstudenten Tennessee Eisenberg.

Mit mindestens zwölf Schüssen töteten Ende April 2009 zwei Regensburger Polizisten den Musikstudenten Tennessee Eisenberg. Er hatte einen Mitbewohner mit einem Messer bedroht. Als die Polizisten anrückten, ließ er vom Messer nicht ab. Die Beamten feuerten mindestens zwölf Schüsse auf Eisenberg ab. Der starb, die Beamten erklärten ihren Schusswaffengebrauch als Notwehr. Doch bis heute haben die Angehörigen des Opfers Zweifel.

Er ist lebendes Symbol der Eskalation zwischen Stuttgart 21-Gegnern und der Polizei: Dietrich Wagner wird lebenslang auf einem Auge blind bleiben – durch den scharfen Strahl eines Wasserwerfers. ...400 Menschen wurden durch die Räumung des besetzten Schlossgartens verletzt. Mit mindestens zwölf Schüssen töteten Ende April 2009 zwei Regensburger Polizisten den Musikstudenten Tennessee Eisenberg. «Freiheit statt Angst» hieß die Demo 2009 in Berlin, bei der zwei Polizisten den unbehelligten Oliver H. verprügelten. Polizist Reinhard R. hatte am Silvesterabend 2008 bei einem Polizeieinsatz den Berliner Dennis J. mit mehreren Schüssen getötet hatte - und wurde wegen Totschlags zu zwei Jahren auf Bewährung veruteilt. Bei den Mai-Demonstrationen in Berlin, die traditionell in Randale enden, sorgte 2010 dieses Bild für Aufsehen. Ein Polizist tritt einem auf dem Boden liegenden Demonstranten auf den Kopf. Arrestzelle 5, Polizeirevier Dessau-Rosslau: 2005 verbrannte hier der Asylbewerber Ouri Jalloh. Er war gefesselt - und soll die Matratze selbst entzündet haben. Student Benno Ohnesorg stirbt im Mai 1967 bei einer Demo gegen den Schah von Persien in Berlin - Der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras schoss dem jungen Studenten in den Hinterkopf. Kurras war Inoffizieller mitarbeiter der DDR-Stasi.
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