Gewinne bringen nur Unglück

Vor dem Lottogewinn im Sommer 1994 hatten die Buberts aus Bad Segeberg Geldsorgen. Mit den acht Millionen Mark hatten sie nur noch Sorgen.

Ihr Pony wurde vergiftet, ihrem Hund so lange Haarspray in die Augen gesprüht, bis er erblindete. Die Kunden der Baufirma zahlen nicht mehr: «Ihr habt doch genug Geld», sagen sie. Vor dem Lottogewinn im Sommer 1994 hatten Petra und Hans-Joachim Bubert aus Bad Segeberg Geldsorgen. Nach dem acht Millionen Mark schweren Gewinn hatten sie nur noch Sorgen. Der Vater plauderte es im Dorf aus, damit begann das Unglück. 2,5 Millionen verteilte Bubert sofort, der Rest schmolz dahin. Um klarzustellen, dass bei ihnen nichts mehr zu holen ist, haben Buberts ein Buch geschrieben: Mit dem Geld kamen die Tränen.

Hier war die Stimmung noch bombig an der Biffi Bar in Bagnone, wo 2009 das Gewinner-Los für den 146.900.000-Euro-Jackpot verkauft wurde. Der Deutsche war einer von 140 Bild-Lesern, die beim Preisausschreiben «Wir klauen den Italo-Jackpot» gewonnen hatte und zum Tippen nach Mailand geflogen wurde. ... dass die erste Zahl bei der ersten Ziehung der Lottozahlen am 9. Oktober 1955 die 13 war, gezogen vom Waisenkind Elvira Hahn. Walter amüsierte sich Nacht auf der Reeperbahn, spielte weiter Lotto, gewann noch einmal 300.000 Mark. 1974 war Karin Tietze-Ludwig Lottofee für Heinz W. aus Remels. Er wird der erste Lotto-Millionär, nachdem die Obergrenze von bisher 500.000 Mark aufgehoben wurde. Der Polizeibeamte Norbert Poehlke gewann Anfang der 1980er nur 30.000 Mark, doch die stürzten ihn ins Unglück. Vor dem Lottogewinn im Sommer 1994 hatten die Buberts aus Bad Segeberg Geldsorgen. Mit den acht Millionen Mark hatten sie nur noch Sorgen. Die Ex-Frau von Lotto Lothar ging vor Gericht. Nicht viel besser managte Lotto-Claus sein Leben nach dem großen Glück. Stuart Donnelly war der jüngste Lottogewinner Großbritanniens. Und er wurde nicht alt. Luke Pittard aus dem britischen Cardiff räumte 2008 1,3 Millionen Pfund ab. Anderthalb Jahre später arbeitete er wieder in seinem Job bei McDonald's, und das nicht, weil die Kohle aufgebraucht wäre.
Weitere Fotostrecken Zum Artikel