Küssen erlaubt!

Bisou, bisou: Merkel und Sarkozy beim Begrüßungs-Busserl in Paris.

Begrüßungskuss: Von Süddeutschland bis zu den Mittelmeeranrainern gilt der Wangenkuss «Bussi», «Bisou» oder «Bacio» als Form der Begrüßung unter Freunden und Familienmitgliedern. Eine Accolade (französisch: Umarmung) ist ein angedeuteter Wangenkuss links und rechts - je nach Region und Land zwei, drei oder sogar viermal.

Bisou, bisou: Merkel und Sarkozy beim Begrüßungs-Busserl in Paris. Zungenkuss: Bei diesem erotischen Mund-zu-Mund-Kontakt berühren sich die Zungen der Partner. Im Altertum galt diese intime Berührung als Verschmelzung zweier Seelen. Karnevalskuss: Das «Bützje» ist im rheinischen Straßenkarneval auch auf fremden Wangen völlig normal. Luftkuss: Soll Zuneigung eine größere Distanz überbrücken, wird zuerst die Handinnenfläche geküsst. Handkuss: Bei dieser Geste des Respekts und der Ergebenheit verbeugt sich der Herr vor der Dame und deutet auf ihrer Hand eine Berührung seiner Lippen an. Bischofskuss: In der orthodoxen und der katholischen Kirche ist der Handkuss auch bei Geistlichen vom Bischof aufwärts gebräuchlich. Osterkuss: Dieses Zeichen der christlichen Verbundenheit ist bis heute in der orthodoxen Kirche üblich. Bruderkuss: Über die russische orthodoxe Kirche und russische Revolutionäre wurde aus der Tradition des Osterkusses der sozialistische Bruderkuss im damaligen Ostblock. Judas-Kuss: (hier in einer Interpretation von Michelangelo Caravaggio) Der Jünger Judas Ischariot gab Jesus einen Kuss und verriet ihn mit diesem vorher vereinbarten Erkennungszeichen an die römischen Soldaten. Mafiakuss: Kaum ein Mafia-Film kommt ohne eine Szene mit einem Todeskuss aus. Vertragskuss: In der ausgehenden Antike wurde der traditionelle Begrüßungskuss der alten Römer zu einem juristischen Vorgang. Geschäftspartner besiegelten mit einem offiziellen Kuss einen Vertrag. Märchenkuss: Auch die Gebrüder Grimm konnten nicht auf den märchenhaften Lippenkontakt verzichten.
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