Die letzten Gelüste der Mörder

Adolf Eichmann wurde am 31. Mai 1962 kurz vor Mitternacht im Gefängnis von Ramla bei Tel Aviv gehängt.

Adolf Eichmann wurde am 31. Mai 1962 kurz vor Mitternacht im Gefängnis von Ramla bei Tel Aviv gehängt. Der Mann, der unter Hitler für die Deportation der Juden zuständig gewesen war, verzichtete auf eine Henkersmahlzeit. Er orderte lediglich eine Flasche trockenen israelischen Weins.

Adolf Eichmann wurde am 31. Mai 1962 kurz vor Mitternacht im Gefängnis von Ramla bei Tel Aviv gehängt. Feguers letzter Wunsch: eine einzelne Olive mit Stein. Auch Lawrence Russell Brewer wollte nichts essen. Auch nichts geschenkt wollte Desmond Keith Carter, der 2002 wegen des Mordes an seiner 71-jährigen Nachbarin in North Carolina die Giftspritze bekam. Der deutsche Serienmörder Peter Kürsten, der 1931 mit der Guillotine hingerichtet wurde, aß Wiener Schnitzel, Fritten und Rotwein. Einer der berüchtigsten Serienmörder der USA verzichtete auf eine spezielle Henkersmahlzeit. Der Freeway-Killer William Bonin bestellte neben Pizza und Eis drei Sixpacks Coca-Cola und Pepsi. Sehr viel Limo wollte auch Ruth Snyder trinken. Einen sehr kruden Geschmack bewies hingegen der russische Serienmörder Andrei Chikatilo (hier während der Verhandlung in einem Käfig). Der Massenmörder und irakische Diktator Saddam Hussein aß vor seiner Hinrichtung 2006 Hühnchen mit Reis. Ein Becher heißes Wasser mit Honig. Serienmörder John Wayne Gacy wünschte sich neben Shrimps, Huhn von Kentucky Fried Chicken und Pommes ein ganzes Pfund Erdbeeren. Als Henkersmahlzeit wünschte er sich eine Tüte Jolly Rancher Candies. Noch ein letztes Mal große Blasen machen wollte Joseph Mitchell Parsons. Vor der Vollstreckung bestellte Davis einen Schoko-Vanille-Eisbecher, den er mit dem Gefängnisdirektor und einem weiteren Angestellten teilte. Eis bestellt sich ein Großteil der Mörder zum Nachtisch. Statt der ringförmigen SpaghettO von Campbells hatte er normale Spaghetti bekommen. Nach dem Essen wollte er drei Shots Jack Daniel's Whiskey - aber bitte Schmuggelware. Der Raubmörder James Edward Smith war sehr bescheiden. Er bestellte einen Klumpfen Dreck. Pompöser wünschte es sich der Raubmörder Ronnie Lee Gardner. Er bestellte zu seiner Henkersmahlzeit aus Hummer, Steak, Apfelkuchen und Vanilleeis die komplette Herr-der-Ringe-Trilogie. Odell Barnes wurde 2000 in Texas hingerichtet. Statt einer Mahlzeit bestellte er Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden in der Welt.
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