Das Benzin der Zukunft

Altes Frittenfett für den Tank: Die Idee ist nicht neu, im Jahr 2008 ging ein Schweizer damit sogar auf Reisen, fuhr 40.000 Kilometer vom Nordkap bis nach Sydney. Durchsetzen konnte sich die Kraftstoffvariante bislang allerdings nicht.

Achtung, heiß und fettig! Die Idee, altes Frittenfett für den Tank zu füllen, ist nicht neu. Im Jahr 2008 ging ein Schweizer damit sogar auf Reisen, fuhr 40.000 Kilometer vom Nordkap bis nach Sydney. Durchsetzen konnte sich die Kraftstoffvariante bislang allerdings nicht.

Altes Frittenfett für den Tank: Die Idee ist nicht neu, im Jahr 2008 ging ein Schweizer damit sogar auf Reisen, fuhr 40.000 Kilometer vom Nordkap bis nach Sydney. Durchsetzen konnte sich die Kraftstoffvariante bislang allerdings nicht. Der Treibstoff der Zukunft könnte aus braunem Seetang gewonnen werden. Forscher in Kalifornien haben genetisch veränderte Bakterien erzeugt, die sich auf den reichlich vorhandenen Zucker in den Algen stürzen und ihn effektiv in Ethanol umwandeln. Seit den 1970er Jahren beschäftigt sich der Chemiker Peter Plichta bereits damit, Benzin aus Sand herzustellen. Seine Idee: Silizium, aus dem der größte Teil der Erdoberfläche besteht, ließe sich zur synthetischen Treibstoffgewinnung einsetzen. Bevor Obst und Gemüse auf dem Kompost sinnlos vergammeln, wollen Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts es zu Biomethan umwandeln. Damit könnten Autos effizient und umweltschonend fahren. Benzin aus alten Brötchen - ebenfalls eine Alternative. «In Deutschland wird jährlich ein Überschuss von 600.000 Tonnen Brot produziert», sagt Timo Broeker vom Institut für Lebensmitteltechnologie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Immer wieder versuchen sich Forscher auch daran, Benzin aus Licht herzustellen. Einem Forscherteam aus Zürich etwa ist es gelungen, mithilfe der Sonne aus Wasser und Kohlendioxid Treibstoff herzustellen. Benzin aus Bäumen? Forscher des Max-Planck Instituts arbeiten an einem Verfahren, bei dem Zellulose aus Holz in Zucker umgewandelt wird, der anschließend zu Biokraftstoff verarbeitet werden kann. Experten glauben, dass die Zukunft der Kraftstoffherstellung in einem Mix aus Elektro- und Gasfahrzeugen liegt. Doch bislang läuft es hierzulande eher schleppend: Lediglich etwas mehr als 100 Elektroautos wurden 2011 von Privatkunden gekauft. Auch Erdgas ist an den Tankstellen bislang viel zu wenig verbreitet: Bundesweit gibt es nur rund 900 Stellen, die das günstige und umweltschonende Gas anbieten.
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