Der Verlauf der griechischen Schuldenkrise

Bei der griechischen Parlamentswahl am 6. Mai 2012 verlieren die Unterstützer des Sparprogramms die Mehrheit.

Bei der griechischen Parlamentswahl am 6. Mai 2012 verlieren die Unterstützer des Sparprogramms die Mehrheit. Gestärkt werden radikale Parteien, die sich einer Sanierung des Landes verweigern. Alle Versuche zur Regierungsbildung scheiterten. Es kommt zu Neuwahlen am 17. Juni.

Bei der griechischen Parlamentswahl am 6. Mai 2012 verlieren die Unterstützer des Sparprogramms die Mehrheit. Mit der größten Staatsumschuldung aller Zeiten verschafft sich Griechenland im März 2012 Luft im Kampf gegen die Pleite. Am 12. Februar wird das von der Troika diktierte Sparpaket im griechischen Parlament mit großer Mehrheit verabschiedet. Nach zähen Verhandlungen einigt sich die griechische Übergangsregierung am 9. Februar 2012 doch noch mit den Geldgebern auf ein Schuldenschnitt. Griechenland und Vertreter des Internationalen Bankenverbandes IIF arbeiten an einer Vereinbarung über einen Schuldenschnitt, der im Endeffekt rund 100 Milliarden Euro umfassen soll. «Es reicht», skandieren Tausende Demonstranten auf Athens Straßen. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou tritt zurück. Nachfolger wird der frühere Vizepräsident der Europäischen Zentralbank Lucas Papademos. Nach einem EU-Doppelgipfel steht ein Paket gegen die Krise: Nun soll es Kredithilfen von 100 Milliarden Euro geben, plus Garantien von 30 Milliarden Euro, mit denen der Schuldenschnitt begleitet wird. Nach einem EU-Doppelgipfel steht ein Paket gegen die Krise: Nun soll es Kredithilfen von 100 Milliarden Euro geben, plus Garantien von 30 Milliarden Euro, mit denen der Schuldenschnitt begleitet wird. Bei einem Gipfel in Brüssel beschließen die EU-Staats- und Regierungschefs ein weiteres milliardenschweres Hilfsprogramm für Athen. Das griechische Parlament stimmt dem Sparprogramm der Regierung zu. Bei einem Gipfel in Brüssel beschließen die EU-Staats- und Regierungschefs ein weiteres milliardenschweres Hilfsprogramm für Athen. Das griechische Parlament stimmt dem Sparprogramm der Regierung zu. Februar 2011: Eine Streikwelle gegen das Spardiktat der Regierung legt das Land weitgehend lahm. Auch in den Folgemonaten kommt es wiederholt zu großen Protestaktionen. Die Euro-Länder einigen sich auf ein Rettungspaket. Griechenland soll über drei Jahre Kredithilfen der Eurostaaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 110 Milliarden Euro bekommen. Ewige Baustelle Athen
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