Assads brutaler Krieg

Regierungstruppen starten am 28. Juli 2012 eine Großoffensive gegen die Rebellen in der Metropole Aleppo.

Regierungstruppen starten am 28. Juli 2012 eine Großoffensive gegen die Rebellen in der Metropole Aleppo. Mit Militärjets, Kampfhubschraubern und schwerer Artillerie rücken sie gegen die Aufständischen vor. Nach Schätzung von Hilfsorganisationen fliehen rund 200.000 Menschen aus der umkämpften Stadt.

Regierungstruppen starten am 28. Juli 2012 eine Großoffensive gegen die Rebellen in der Metropole Aleppo. International wird die Befürchtung geäußert, Assad könnte Chemiewaffen gegen die Aufständischen einsetzen. Bei einem Bombenanschlag der Rebellen auf den nationalen Krisenstab am 18. Juli 2012 kommen mehrere Mitglieder der syrischen Führung ums Leben. Mitte Juli 2012 berichten Aktivisten von einem Massaker mit mehr als 150 Toten in und um die Ortschaft Tremse in der Provinz Hama. Der Sicherheitsrat ist nach mehreren Doppelvetos von Russland und China gegen schärfere Resolutionsentwürfe vollkommen blockiert. 22. Juni 2012: Das syrische Militär schießt einen türkischen Kampfjet über dem Mittelmeer ab. Die Aktion verschärft die Spannungen in der Region dramatisch. Nur knapp zwei Monate nach Beginn ihrer Beobachtermission, am 16. Juni 2012, müssen die rund 300 UN-Blauhelme ihr Vorhaben wegen der eskalierenden Gewalt unterbrechen. Immer wieder dringen Meldungen von blutigen Massakern aus Syrien an die Öffentlichkeit. Bei einem Massaker im Ort Al-Hula am 25. Mai 2012 kommen mehr als 100 Zivilisten ums Leben. Für die Bluttat werden regierungstreue Soldaten verantwortlich gemacht. Kinder werden bei den Kämpfen als lebende Schutzschilde missbraucht werden. Die UN hat Syrien auf ihre «Liste der Schande» gesetzt. Dieses schreckliche Foto soll in der Nähe von Hama entstanden sein. Die UN hat Syrien auf ihre «Liste der Schande» gesetzt. Doch der syrische Präsident Baschar al-Assad spielt mit der Weltöffentlichkeit weiterhin Katz und Maus. Falsche Versprechungen: Immer wieder lässt Assad (zweiter von rechts), hier bei einem Truppenbesuch in Damaskus, seine Zusagen für einen Rückzug platzen. 14. April 2012: Die UN schicken nach einem Beschluss des Sicherheitsrats Militärbeobachter zur Überwachung der Waffenruhe nach Syrien. Am 27. März 2012 akzeptiert Syrien einen Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan (links), der eine von den UN beobachtete Waffenruhe vorsieht. Rebellen-Hochburg unter Beschuss: Am 4. Februar 2012 wird aus Homs das schlimmste Blutbad seit Beginn der Proteste gemeldet. Umso empörter reagiert die Welt auf ein erneutes Veto Russlands und Chinas gegen eine Syrien-Resolution. In Berlin treffen sich regelmäßig Oppositionelle, um für Freiheit und Demokratie in Syrien zu demonstrieren. Schon im Oktober 2011 hätte eine Resolution verabschiedet werden können. Eine kleine Geste mit großer Wirkung: Der russische UN-Botschafter erhebt seine Hand zum Veto im UN-Sicherheitsrat. Syriens UN-Botschafter Baschar Dschaafari (Mitte) ist zu einem Dialog mit Chinas Vertreter im UN-Sicherheitsrat, Li Baodong (links), bemüht. Sie sind ob des eingelegten Vetos aus Russland und China ratlos: Mark Lyall Grant (Großbritannien), Susan Rice (USA) und Gerard Araud (Frankreich). Verletzte Regimegegner werden in einer provisorischen Notaufnahme in Sanaa behandelt. Im August 2011 hat sich der Weltsicherheitsrat zu Wort gemeldet. Syrer demonstrieren gegen das Blutvergießen. Doch solange sich das Volk schon den Frieden wünscht, solange bleibt er ihm verwehrt. Anhänger des syrischen Machthabers Assad demonstrieren in Beirut. ... dutzende Demonstranten ihren Protest mit dem Leben bezahlen müssen. Assads öffentlicher Auftritt wurde von den Oppositionellen als blanker Hohn aufgefasst.
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