Blitzkrieg, Bratwurst und der Führer

Oha! Im Albanischen gibt es das Wort «frajer», das aus dem deutschen kommt. Gemeint ist aber nicht mehr der Mann, der zu einer Prostituierten geht, sondern ein richtig cooler Typ, dem die Frauen zu Füßen liegen. Übernommen wurde auch das Wort «Krikëll», w

Oha! Im Albanischen gibt es das Wort «frajer», das aus dem deutschen kommt. Gemeint ist aber nicht mehr der Mann, der zu einer Prostituierten geht, sondern ein richtig cooler Typ, dem die Frauen zu Füßen liegen. Übernommen wurde auch das Wort «Krikëll», was dem bayerisches Wort Krügel entlehnt ist - ein Bierglas.

Oha! Im Albanischen gibt es das Wort «frajer», das aus dem deutschen kommt. Gemeint ist aber nicht mehr der Mann, der zu einer Prostituierten geht, sondern ein richtig cooler Typ, dem die Frauen zu Füßen liegen. Übernommen wurde auch das Wort «Krikëll», w Die Wörter, die die Bosnier sich von den Deutschen abgeschaut haben, sind allesamt technisch. Da ist der «auspuh», was ein Auspuff ist. Und dann gibt es auch noch die «frontscheibnitza», die Autofrontscheibe. Gastarbeiter brachten bei Heimatbesuchen nämli Lecker Bratwurst! Sie ist eines der Lieblingsessen der Deutschen! Weshalb wahrscheinlich auch einige Länder nicht nur das Rezept übernommen haben, sondern gleich das ganze Worte, wenn auch an die eigene Sprache angepasst. So sagen die Finnen beispielsweis Und noch einmal die Finnen: Sie sagen statt «Prost» «kippis», was vom deutschen «Kipp es!» kommt. Getrunken wird gerne auf Hochzeiten oder kurz vorher auf dem Polterabend, dem polttarit. Wir sagen: «Kippis, Jopi Heesters!» «Slampat» ist rumänisch und bedeutet: schlampig. Welche Art von Schlampigkeit damit gemeint ist, das wissen wir allerdings nicht. So ein schönes Oberlicht, aber so schwer zu putzen! Nicht umsonst haben die Franzosen wahrscheinlich dazu «vasistas» gesagt - wie übrigens auch die Italiener. Kommt von «Was ist das?» Na, ein Oberlicht! Lachen ist ja ganz gut, das finden auch die Franzosen. Die haben aus der deutschen Sprache das Wort «Witz» übernommen, meinen damit aber eher einen schlechten Kalauer. Naja, daneben liegen sie damit wohl eher nicht. Die meisten deutschen Komiker sind auch «Wallraffen» bedeutet im schwedischen, dass man unter falscher Identität recherchiert. Woher es kommt? Von dem deutschen Journalisten Günter Wallraff, der unter anderem als Arbeiter bei Krupp Missstände aufdeckte oder die Vorgehensweise in Großbäckereien Merkwürdig! Das griechische Wort für Börsenkrach kommt aus dem deutschen: «krach». Dabei sind die Griechen doch das Aushängeschild für die Wirtschaftskrise - folglich müsste das Wort doch eher aus dem griechischen kommen?! Welch eine Ehre! Immerhin sind die Deutschen eher als prüde bekannt - trotzdem haben die Japaner das Wort für Orgasmus der deutschen Sprache entlehnt: «orugasumusu». Anscheinend verbinden die Japaner Deutschland mit den guten Dingen. So gibt es auch das W Vor der Party noch ein Treffen, ein oder zwei Bier - und dann erst hin. Im deutschen nennt sich das «Vorglühen», die Norweger benutzen das deutsche Wort «Vorspiel» - kommt in manchen Fällen aufs gleiche raus. Im russischen gibt es den «bjustgalter», den Büstenhalter. Er stammt ebenso wie die Wörter «bakenbardy» (der Backenbart), «endschpil» (das Endspiel) und «poltergeist» aus der deutschen Sprache. Der Deutsche ist ein strenger Mensch. Wahrscheinlich haben die Spanier deshalb auch die Befehle für ihre Hunde aus der deutschen Sprache entnommen. «Fuss», «platz», «sitz», «voraus» und «hier» schallt es über spanische Wiesen und Weiden. Auf Suaheli gibt es das schöne Wort «bia», was - man ahnt es - das Bier ist. Auch der Norddeutsche spricht die beiden letzten Buchstaben des Wortes wie ein «a» aus, vielleicht entstammt das Suaheli-Wort also dem Norddeutschen? Der Elfmeter heißt in Polen «elwa». Auch andere Worte würden übernommen, so gibt es den «feldmarszalek», den Feldmarschall, und den «hochsztapler», den Hochstapler. Im ungarischen gibt es die nette Frage «Wie gehts?», angepasst an die ungarische Aussprache: «Vigec?» Und auch die Antwort auf die Frage, ob der Smalltalk nun noch länger gehen muss, kommt aus dem Deutschen: «Muszaj!» Das bedeutet: «Muss sein!» «Kranki» sagt man in der Kreolsprache Tok Pisin, wenn ein Mensch krank ist. Außerdem sagt man in Papua-Neuguinea auch noch «bensin» für Benzin, «blut» für Blut, «hambak» für Humbug und «balaistift» für Bleisitft. Das «Waldsterben» ist ein deutscher Begriff, der es in den englischen Sprachschatz geschafft hat. Wie übrigens eine ganze Menge anderer Wörter. Nur wenige Beispiele, man könnte mit der Liste ganze Bücher füllen: «to abseil», für abseilen, «angst», für ein ... der politisch-historische Wortschatz: «führer», «blitzkrieg», «ostpolitik», «to blitz» (für einen schnellen Angriff) und «berufsverbot».
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