Entspannung aus 1000 und einer Nacht

Mosaikfliesen und gedämpftes Licht sind in vielen Hamams zu finden. Das macht das Dampfbad noch gemütlicher.

Mosaikfliesen und gedämpftes Licht sind in vielen Hamams zu finden. Das macht das Dampfbad noch gemütlicher.

Mosaikfliesen und gedämpftes Licht sind in vielen Hamams zu finden. Das macht das Dampfbad noch gemütlicher. Im Bouchar, dem Dampfraum, herrschen bis zu 50 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 100 Prozent. Das bewirkt, dass sich die Poren der Haut öffnen. Im islamischen Glauben spielen Sauberkeit und Reinigung eine große Rolle. Aus diesem Grund wurden die öffentlichen Badehäuser gebaut. Hier konnte sich jeder waschen und reinigen, der zuhause keine Dusche hatte. Das Entspannen und Zusammensitzen nach dem Hamam ist jedoch mindestens genauso wichtig. In Ruheräumen kann sich der Körper regenerieren, Besucher knüpfen leicht soziale Kontakte. Nach dem Dampfbad und dem Duschen folgt die Massage mit dem Kese. Mit einer speziellen Technik führt der Tellak den Peelingshandschuh aus Rohseide über den Körper. Schmutz und Hautpartikel Haut werden dabei porentief entfernt. Anschließend folgt die Schaummassage. Hierbei wird der Gast in duftigen, weichen Schaum der Olivenseife gehüllt. Die Inhaltsstoffe reinigen und pflegen die Haut. Nach den Massagen und der Reinigung zieht ein kühles Fußbad die angestaute Hitze aus dem Körper. Steine im Marmorbecken massieren zusätzlich die Füße. Fast jedes Hamam bietet Wellness- und Schönheitsbehandlungen über die klassischen Anwendungen hinaus. So können sich Gäste auch mit einer Schlamm- oder Ölmassage verwöhnen lassen. Ein gutes Hamam ist nicht nur sauber. Auch die Einrichtung sollte einladend sowie authentisch sein und schon beim Betreten ein Gefühl von 1000 und einer Nacht hervorrufen. Der Besuch in einem Hamam sollte zwei bis drei Stunden dauern.
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