Die besten Fotos vom Highfield-Festival

fettes Brot

Fettes Brot ließen sich auch von einem Unwetter nicht unterkriegen: Ihr Auftritt musste wegen Donner, Blitz, Regen und Sturm am Sonntagabend zwar für 20 Minuten unterbrachen werden. Doch danach ging es weiter mit der sehr unterhaltsamen Rap-Revue.

fettes Brot König Boris (l.) und Björn Beton von Fettes Brot sind kurz vor ihrem Autritt noch etwas müde und wollen sich gleich nochmal hinlegen. Auch der dritte Mann Dokter Renz ruht sich aus. Die neu gewonnenen Kraft können die Brote gar nicht richtig nutzen. Wegen Monster Magnet Billy Talent Blink-182 Maja Ivarsson und Felix Rodriguez gehören zur schwedischen Band The Sounds. Man sieht es ihnen hier noch nicht an, aber sie werden mit ihrem energetischen, sexy Auftritt die beste Band des Festivals sein. Ähnlicher Meinung sind auch die amerikanischen Punkrocker von NOFX. Sänger Fat Mike wird nicht müde zu betonen, dass gleich auf der Zeltbühne diezweitbeste Band des Festivals auftreten wird. Damit meint er tatsächlich The Sounds. NOFX ist für ihn natürlich die beste. NOFX gibt es seit 1983. Gitarrist Eric Melvin ist von Anfang an dabei. The Sounds The Sounds Die amerikanischen Indie-Rocker Band of Horses erinnerten an Kings of Leon, allerdings für Mädchen. Im Zwielicht: Gleich wird's dunkel. Warten auf Madsen: Die kommen ja gleich. Da ist er auch schon: Sänger Sebastian Madsen darf nach einem Unfall im Frühjahr auch heute noch nicht wieder ein ganzes Konzert durch Gitarre spielen. Deshalb beschränkt er sich aufs Singen ... ... und Springen. Und überlässt einem Ersatzgitarristen die Riffs. Die Band Unheilig sind gerade ganz schön gehypt in Deutschland. Deshalb durften sie als kleine Headliner direkt vor Placebo auftreten. Unheilig können zur Zeit über das erfolgreichste deutsche Album aller Zeiten freuen. Karamelo Santo aus Argentinien spielten eigentlich schon am Samstagnachmittag, sprangen aber am Abend für Black Rebel Motorcycle Club ein. Ein Crewmitglied der Band war gestorben, deshalb sagten sie ihren Auftritt beim Highfield ab. Beim Highfield spielten sie auf der Tentstage. Auf ihn haben alle gewartet: Brian Molko war mit seiner Band Placebo der Hauptact am Samstag. Vermutung: Brians Brille ist aus Fensterglas. Backstage hatte er die vorm Auftritt nämlich noch nicht auf. Vielleicht will er intelligenter erscheinen? Oder nerdiger? Auch sportliche Outfits sind beim Festival gern gesehen. Geschützt: Gegen die Schäden durch den Zigarettenqualm des Herren rechts hatte der Herr links genau das richtige Outfit. Gegen die Sonne helfen Bierdosenpaletten, die vorher standesgemäß leergetrunken wurden. Diese drei Jungs haben für das Foto wenigstens ihre Gesichter lustig zurechtgemacht. Ja, ist denn schon Weihnachten? In Großpösna ist offensichtlich alles möglich. Für weihnachtliche Temperaturen spricht auch die Kopfbedeckung dieser Festivalbesucherin. Tagüber waren es am Samstag jedoch um die 30 Grad. Die amerikanische Post-Hardcore-Band Thrice gibt es zwar schon seit zwölf Jahren. Viele Festvalbesucher hatten jedoch noch nie etwas von ihr gehört. Vor ein paar Tagen hat es noch geschüttet. Deshalb ist der Boden am Störmthaler See völlig aufgeweicht. Jetzt, wo die Sonne scheint, versuchen Helfer dem Schlamm mit Rindenmulch zu Leibe zu rücken. Die Bierstände sind natürlich auch schon da. Nur noch keine Festivalbesucher. Die durften erst am Freitag anreisen, weil der Zeltplatz unter Wasser stand. Da stehen sie aufgereiht: Dixi-Klos sind neben Bier und ... äh Musik ... das Wichtigste beim Festival. Auch im Backstage-Bereich sollen die Künstler trockenen Fußes zur Bühne kommen. Deshalb ein Haufen Sägespäne. Im Backstage-Bereich stehen Container als Garderobe für die Künstler. Hier: The Gaslight-Anthem. Auch The-Gaslight-Anthem-Gitarrist Alex Rosamilia wartet noch, dass das Festival endlich beginnt. Jean-Michel Tourette ist der Keyboarder von Wir sind Helden und wartet hier scheinbar auf seine Bandkollegen. Auch die Band Good Shoes aus England halten sich vor ihrem Auftritt lieber drinnen auf, fernab des Schlammes. Obwohl sie doch eigentlich das passende Schuhwerk für jede Situation haben müssten. Sie sind der Hype des Jahres: Gitarrist Jacob Graham (l.) und Sänger Jonathan Pierce alias The Drums aus New York. Eugene Hütz ist gebürtiger Ukrainer und Frontmann seiner international-verrückten Formation Gogol Bordello. Außerdem ist er auch noch Madonna-Vertrauter und Schauspieler. Geiger Sergey Ryabtsev ist seit dem Jahr 2000 in der Band. Auf der Hauptbühne begeisterten sie die pogotanzenden Fans. Das sieht mit Händen nach oben so aus. Eugene hatte die Band 1998 gemeinsam mit aus Osteuropa, Israel und den USA stammenden Musikern gegründet. Jonathan genannt Johnny von The Drums zeigt seine Freude nur nach innen. Ein Lächeln gab es weder beim Interview noch beim Auftritt. Persönlich mögen The Drums Festivals gar nicht. Zu gleichgeschaltet, ist Johnnys Analyse. Die Fans sind trotzdem hin und weg von den smarten Amerikanern. Die Punkband WIZO aus Sindelfingen ist seit einem Jahr wiedervereint und spielte auf dem Highfield das erste Konzert im Osten. Die Fans bejubelten ihren Auftritt und sangen die alten Punkhits wie Kopfschuss oder Das goldene Stück Scheiße mit. Sänger Axel Kurth verdingte sich während der vierjährigen Bandpause unter anderem als Songschreiber, Ghostsinger und Produzent. Auch an dem Nerv-Hit Schnuffel war er beteiligt. Das Publikum begeistert er dennoch eher durch Anti-Nazi-Parolen. Die Telekom ist auch beim Highfield mit einem Stand vertreten und hat als Werbgeschenke nicht nur magentasfarbene Winkhände dabei, sondern auch Tragegurte für Tetrapaks. Bisher mussten sich Festivalgänger mit einer Klebebandkonstruktion behelfen. Auch sie feiern ihr Comeback beim Highfield: Judith Holofernes ist mit Wir sind Helden da. Sängerin und Songschreiber Judith Holofernes wundert sich auf der Bühne über die Presse, die beim neuen Album die Sozialkritik vermisst. Die ruhigen Songs des neuen Album, das in der nächsten Woche veröffentlicht wird, stoßen allerdings auf wenig Gegenliebe beim Publikum. Das will nämlich lieber die guten alten Hits wie Nur ein Wort oder Müssen nur wollen hören. Manche Festivalbesucher können die Helden allerdings gar nicht mehr erleben. Für ihn links geht es noch bei Sonnenlicht ab ins Zelt. Fulminant beendeten sie den Festivalsamstag und versammelten sämtliche Besucher vor der Hauptbühne.
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