Das Geschäft mit dem Essen

Die Erträge auf den Reisfeldern in Asien sinken. Schuld daran sind die steigenden Temperaturen wegen des Klimawandels.

Die Erträge auf den Reisfeldern in Asien sinken. Der Grund dafür: die steigenden Temperaturen durch den Klimawandel. Unabhängig davon, wie stark die Rolle des Menschen bei der Erderwärmung ist. Die Temperaturen steigen auch deshalb, weil sich die Erde der Sonne weiter annähert.

Die Erträge auf den Reisfeldern in Asien sinken. Schuld daran sind die steigenden Temperaturen wegen des Klimawandels. Industie und Teile der Politik wollen die Herausforderungen der Zukunft mit Pflanzentechnologie meistern. Durch Gentechnik sollen die Erträge gesteigert und die Pflanzen resistenter gegen Umwelteinflüsse werden. Die Weltbevölkerung wächst um etwa 80 Millionen Menschen pro Jahr. Sie wird sich von derzeit 6,9 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf über 9,1 Milliarden Menschen vergrößern. Bevölkerungsreiche Staaten wie China .... ... und Wüstenstaaten wie Katar kaufen bereits jetzt Anbauflächen in Afrika, um ihre Bevölkerung ernähren zu können. Die Ackerflächen in Afrika und Südamerika werden auch dazu genutzt, um die Mobilität in den Industriestaaten zu sichern. Nach Schätzungen von Greenpeace werden derzeit rund 23 Millionen Hektar Land zur Produktion der Agrotreibstoffe genutzt. Süße Schweine bekommen bestes Energie-Futter. Und das gedeiht auf den Ackerflächen in Afrika und Südamerika. Riesige Soja- und Getreidefelder dort sind nur dazu da, um die Fleischeslust in den Industrieländern stillen zu können. Der Schweizer Soziologe Je Auch Naturkatastrophen sind für steigende Preise verantwortlich. Durch die Brände in Russland und Überschwemmungen in Asien stiegen die Weizenpreise binnen eines Monats um das Doppelte. Ein weiterer Grund für steigende Nahrungspreise: Investoren haben Lebensmittel als Spekulationsobjekte für sich entdeckt. Sie verknappen das Angebot und verkaufen bei steigenden Preisen wieder. Die Agrarsubventionen der EU sind den Nichtregierungsorganisationen ein Dorn im Auge. Besonders die Exportsubventionen - mit deren Hilfe die europäischen Lebensmittel bis zu den Märkten in fernen afrikanischen Städten geschickt werden. Unter anderem Hühnerfleischreste. Nachdem die Europäer nur noch Brust und Keule wollten, haben die Fleischhersteller in Kamerun und anderen Ländern Abnehmer für den Fleischrest gefunden, dank der Unterstützung der EU.
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