Navi statt Army

Vorher hatte man schon mit verschiedenen Systemen experimentiert. Einer der Ideengeber dabei war mal wieder der James Bond-Charakter Q.

Vorher hatte man schon mit Systemen experimentiert. Einer der Ideengeber dabei war der James Bond-Charakter «Q». In Goldfinger von 1964 stattet er seinen Helden mit einem Ortungssystem aus, das mittels eines Bildschirms die Position eines Signalgebers auf eine Karte abbildete.

Vorher hatte man schon mit verschiedenen Systemen experimentiert. Einer der Ideengeber dabei war mal wieder der James Bond-Charakter Q. Zwei entscheidende Elemente eines modernen Navigationssystems wurden hier vorweg genommen - die Ortsbestimmung und die Kartenabbildung. Zu einem vollwertigen Navigationssystem fehlt nur noch die Routenberechnung. 1981 brachte Honda den Electro Gyrocator, auf den Markt. Aus den Daten eines Drehwinkels- und eines Wegstreckensensors berechnete das System eine Fahrtstrecke, die als Linie auf dem Monitor angezeigt wurde. 1990 kam Pioneer mit dem GPS-gestützten Auto- Navigationssystem und schlug damit als Erster die Richtung ein, in die es in Zukunft gehen sollte. Das erste vollwertige serienmäßige Navigationssystem in einem deutschen Auto baute BMW in seine Luxuslimousine Andere Hersteller zogen nach. Bald gab es kaum ein Modell, für das nicht wenigstens ein Navigationssystem als Zusatzausstattung vom Hersteller angeboten wurde. Einbaulösungen vom Hersteller dominierten den Markt in den 1990er Jahren. Auch deshalb, weil die Ungenauigkeit der GPS-Daten mittels Geschwindigkeits- und Richtungssensoren ausgeglichen werden mussten und dies nur mit den teuren Herstellergeräten möglich Diese mühselige Korrekturarbeit entfiel, als die USA die erwähnte Signalverzerrung abschalteten. Damit konnten auch kleinere und weniger potente Geräte mit der entsprechenden Software die Navigation übernehmen. Zunehmend übernahmen die beliebten PDAs mit GPS-Empfänger und Navigationssoftware die Routenplanung. Fast jeder Hardwarehersteller hatte so einen kleinen Alleskönner im Programm. Die externe GPS-Maus sorgte für ein unerfreuliches Kabelgewirr auf der Konsole, ehe sie als integrales Bauteil in die Geräte wanderte. Die Auswahl ist groß, beschränkt sich aber auf die Spezialisten der Navigationsbranche. Dank des eingebauten GPS-Moduls kann mit der richtigen Software auch navigiert werden. Nokia verschenkt die Software und das Kartenmaterial. Andere Hersteller verlangen einen geringen zweistelligen Betrag.
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