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1970 war der Name Challenger (Herausforderer) noch Programm, denn die Konkurrenz auf dem Muscle Car-Markt hatte sich damals ins Uferlose ausgeweitet.

1970 war der Name Challenger (Herausforderer) noch Programm, denn die Konkurrenz auf dem Muscle Car-Markt hatte sich damals ins Uferlose ausgeweitet.

1970 war der Name Challenger (Herausforderer) noch Programm, denn die Konkurrenz auf dem Muscle Car-Markt hatte sich damals ins Uferlose ausgeweitet. Chevrolet hatte den Camaro zum potenten Asphaltjäger aufgerüstet, der Ford Mustang war vom harmlosen Ponycar zur PS-Rakete mutiert und auch Oldsmobile, Mercury oder Buick hatten ihre Muscle Cars. Der Dodge Challenger trat auf diesem Tummelplatz der Hubraum-Fanatiker zusammen mit seinem Pendant Plymouth Cuda an. Der Plymouth sollte vor allem im Low-Budget-Segment räubern. Der Challenger war eher als potentes Spielzeug für die gehobene Kundschaft gedacht, um dem luxuriösen Mercury Cougar Marktanteile abzuluchsen. Im Lastenheft der beiden Autos war vermerkt, dass sämtliche Motoren des Chrysler-Konzerns Platz finden sollten. Das erlaubte Aggregate bis zu 7,2 Litern Hubraum, und zwar ohne dass der Kunde - wie bei einigen Ford Mustang-Modellen - auf die Servolenkung verzichten musste, weil die Technik nicht mehr in den Motorraum passte. Top-Motorisierung war der Hemi-V8 mit 425 PS. Um die Versicherungen nicht zu reizen, wurden die PS-Zahlen manchmal sogar nach unten geschönt. Nach 1971 war Schluss mit dem PS-Overkill. Die großen Bigblock-Aggregate flogen aus dem Programm, Leistung und Verdichtung wurden reduziert. ... sein 5,2 Liter großer Achtzylinder bringt es aber nur auf 150 PS. Gegen seinen Urenkel SRT-8 hat er da natürlich keine Chance. Doch der US-Oldie verkörpert in perfekter Weise das klassische Ami-Feeling, das lässige Cruisen in lauen Sommernächten mit o Die Würfel zeigen übrigens je nach Position an, ob der Fahrer für ein Rennen bereit ist. Hängen sie auf gleicher Höhe, ist der Pilot ausgeglichen und überlässt den Burnout lieber anderen. Hängen sie auf unterschiedlichen Höhen, geht an der nächsten Ampel Viel mehr als geradeaus fahren will man mit einem klassischen Dodge Challenger allerdings nicht. Die Lenkung des Wagens hat soviel Spiel, dass man bei der Geradeausfahrt ständig nachkorrigieren muss. Da macht es einem der SRT-8 von 2010 schon deutlich einfacher: Dank Traktionskontrolle bringt er seine 431 Pferdestärken mehr oder weniger kontrolliert auf die Straße, obwohl man bei Vollgas schnell spürt, was da für eine geballte Power unter der Haube st Bis zur 100-km/h-Marke vergehen aus dem Stand kaum mehr als fünf Sekunden. Die Federung ist mit Einzelradaufhängung, Schraubenfedern und Gasdruckstoßdämpfern straff bis hart, dabei für ein solches Auto aber nicht zu unkomfortabel.
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