Spießer im Trend

Zwischen den spartanisch ausgestatteten Campingkugeln der frühen Jahre und dem Komfort, den Wohnwagen und Wohnmobile heute bieten, liegen Welten...

Zwischen den spartanisch ausgestatteten Campingkugeln der frühen Jahre und dem Komfort, den Wohnwagen und Wohnmobile heute bieten, liegen Welten...

Zwischen den spartanisch ausgestatteten Campingkugeln der frühen Jahre und dem Komfort, den Wohnwagen und Wohnmobile heute bieten, liegen Welten... ... mit geschickter Grundrissplanung und ausgetüfteltem Einbaumobiliar werden über Rädern und Achsen erstaunlich komplette Behausungen gebaut - mit Wohnraum, Schlafraum, Küche und Bad. Wo Innenarchitekten nicht auf den Euro schauen müssen, können es die asphalttauglichen Ferienquartiere in Sachen Eleganz und Komfort durchaus mit ihren auf festem Fundament verankerten Pendants aufnehmen. Mit edlen Materialien für Wohn- und Schlafmöbel, ausgeklügelten Lösungen für Küche und Bad, raffinierten Beleuchtungskonzepten und üppiger Unterhaltungselektronik werden im Caravanbereich - das zeigen die einschlägigen Messen Jahr für Jahr - sogar ständig Das Luxussegment der rollenden Ferienquartiere fängt jenseits der 100.000-Euro-Marke an. Die Preisskala ist allerdings nach oben offen, und ein Teil der Kundschaft gibt auch das Vier-, Fünf- oder Sechsfache dieser Summe aus. In den 1970er Jahren ließen immer mehr Hersteller den klassischen Wohnanhänger mit dem Zugfahrzeug zur neuen Form des Reisemobils verschmelzen. Dabei werden die Aufbauten mit dem wohnlichen Interieur auf die Chassis gängiger Transportermodelle gesetzt. Im Jahr 1980 waren bundesweit gerade einmal 58.000 Wohnmobile registriert. Inzwischen ist ihre Zahl auf weit über 300.000 Exemplare angestiegen. Die Zahl der Wohnanhänger hat sich laut Kraftfahrtbundesamt seit Jahren bei rund 600.000 eingependelt. Dabei tauchen die Wohnfahrzeuge der Dauercamper, die in der Regel keine Zulassung haben, in der Statistik gar nicht auf. Verglichen mit anderen Formen der Urlaubsgestaltung haben Ferien im Reisemobil eine ganz passable Öko-Bilanz ... ... berechnet man den Aufwand, der für Übernachtung und Verpflegung betrieben wird, so fallen beim Urlaub mit Wohnwagen oder Wohnmobil die mit Abstand geringsten Treibhausgasemissionen an. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie, die das Öko Institut 2008 im Auftrag des Caravaning-Industrieverbandes durchgeführt hat. Pro Nase und Nacht wird auf einem einfachen Stellplatz ein Kilogramm C02 an die Umwelt abgegeben. Auf dem Campingplatz ist die Emission zwar fünf Mal so hoch, aber immer noch deutlich geringer als beim Sommerurlaub im Hotel. Im europäischen Durchschnitt werden dort nämlich zwölf Kilogramm Kohlendioxid pro Gast und Nacht produziert.
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