Erfolglos, aber neu

Vielleicht war es auch der Name, der dem Luxus-Crossover das Leben schwer machte. Ein Vorgängermodell gab es nicht, SUV und Geländewagen waren noch jung und so fehlten die Bezugspunkte für eine Fahrzeugklasse, die es zumindest in Europa seinerzeit nicht g

Vielleicht war es auch der Name, der dem Luxus-Crossover das Leben schwer machte. Ein Vorgängermodell gab es nicht, SUV und Geländewagen waren noch jung und so fehlten die Bezugspunkte für eine Fahrzeugklasse, die es zumindest in Europa seinerzeit nicht gab.

Vielleicht war es auch der Name, der dem Luxus-Crossover das Leben schwer machte. Ein Vorgängermodell gab es nicht, SUV und Geländewagen waren noch jung und so fehlten die Bezugspunkte für eine Fahrzeugklasse, die es zumindest in Europa seinerzeit nicht g Unter dem Strich wurden seit 2005 weltweit 100.000 Fahrzeuge abgesetzt, räumt Dr. Alfons Hirrhammer, Projektleiter der neuen Mercedes R-Klasse ein. Doch beerdigen möchte das R-Klasse-Projekt im Hause Mercedes-Benz niemand - zumindest zunächst nicht. Eine gründliche Modellpflege soll neue Kunden bringen und das bisherige Klientel zum Umstieg auf das überarbeitete Fahrzeug bewegen. Zukünftig soll die R-Klasse, die seit dem Verkaufsstart wohl besser die Bezeichnung GLT hätte tragen sollen, nicht nur den Händlern in China ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Dr. Alfons Hirrhammer: Mittlerweile wird hier jede dritte R-Klasse abgeset In den USA ist die R-Klasse selbst mit langem Radstand ein reiner Zweitwagen für die Frau, während in Deutschland bevorzugt Selbstständige von den Qualitäten des Crossovers ohne Offroad-Ambitionen überzeugt sind. An sich kann man Mercedes kaum einen Vorwurf machen. Gut, die Bezeichnung R-Klasse half vielleicht nicht wirklich. Ein Grund, weshalb die Modellpflege besonders von vorn deutlicher umfangreicher als vergleichbare Instandsetzungsmaßnahmen ausfiel. Ein Grund, weshalb die Modellpflege besonders von vorn deutlicher umfangreicher als vergleichbare Instandsetzungsmaßnahmen ausfiel. Das Gesicht der R-Klasse mit großen Leuchten trägt nun den aktuellen Mercedes-Look. Doch Xenonlicht und LED-Module sind nur Von Kleinigkeiten an Heck und im Innenraum abgesehen blieb das meiste jedoch beim Alten. Kein Wunder, denn die R- Klasse war schon immer ein gutes und variables Auto, bei dem jedoch das rechte Image fehlte. Es gibt die verkappte Kombiversion der elitären S- Klasse mit langem und kurzem Radstand, Heck- und Allradantrieb sowie verschiedene Sitzkonfigurationen, bei denen sonst allenfalls ein Van oder ein VW T5 mithalten kann. Schon lange warten viele Mercedes-Fahrer auf einen neuen Sechszylinder-Diesel. Das bekannte Dreiliter-Commonrail-Triebwerk mit drei Litern Hubraum ist gut, wurde jedoch von Herstellern wie BMW, Jaguar oder Audi mittlerweile überholt. is ein neuer Selbstzünder mit sechs Brennkammern kommt, wurde der ehemalige Commonrail-Diesel des R 320 CDI nachgeschärft. Hinter der Bezeichnung R 350 CDI verbirgt sich der gleiche Basismotor, jedoch gab es eine Leistungssteigerung von 224 auf 265 PS und Alles in allem ist der rund 2,2 Tonnen schwere Allradler mit dem 265 PS starken Diesel souverän motorisiert. Der Motor gerade im unteren Drehzahlbereich akustisch allzu präsent und kraftvoll, wenngleich der Fahrer nie das Gefühl hat, nunmehr 40 PS mehr un Wem weniger reicht, der gibt sich mit dem R 300 CDI zufrieden, der 190 PS leistet. Ebenso wie der R 300 Benziner ist auch der R 300 CDI mit Heckantrieb zu bekommen. Alle anderen Modelle, so auch der in Europa wenig beachtete Achtzylinder mit 5,5 Litern Hu Kauftipp ist jedoch der Mercedes R 350 CDI 4matic als 5,16-Meter- Langversion, die den Spurt 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden absolviert und eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h erreicht. Dabei soll sich die Mischung auf Luxuslimousine und Van durchschnittlich mit 8,5 Litern Diesel auf 100 Kilometern zufrieden geben. Produziert wird die R-Klasse unverändert im Mercedes-Werk in Tuscaloosa / Alabama. Hier nimmt die R-Klasse im Vergleich zu den Volumenmodellen der ML- und GL-Klasse einen Produktionsanteil von gut zehn Prozent ein, erläutert Hirrhammer. Insgesamt laufen in Alabama pro Jahr 200.000 Fahrzeuge vom Band.
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