Der elektrische Volkswagen

Der Golf Blue-E-Motion soll 2013 als reiner Stromer in Serie gehen. Bereits 1993 baute VW in einen Golf Batterien ein: Der City-Stromer schaffte es aber nicht in die Großserie.

Der Golf Blue-E-Motion soll 2013 als reiner Stromer in Serie gehen. Bereits 1993 baute VW in einen Golf Batterien ein: Der «City-Stromer» schaffte es aber nicht in die Großserie.

Der Golf Blue-E-Motion soll 2013 als reiner Stromer in Serie gehen. Bereits 1993 baute VW in einen Golf Batterien ein: Der City-Stromer schaffte es aber nicht in die Großserie. Mit einem Gewicht von 1545 Kilogramm wiegt der Wagen stattliche 205 Kilogramm mehr als ein Golf BlueMotion TDI. Die im Kofferraum, unter der Rücksitzbank und im Mitteltunnel untergebrachten Lithium-Ionen-Batterie-Elemente haben eine Kapazität von 26,5 Kilowattstunden. Damit soll der 80 Kilogramm leichte Elektromotor  maximal 150 Kilometer weit kommen. Die Platzeinbuße hält sich dennoch in Grenzen: 237 Liter fasst der Kofferraum des Stromers anstatt der 350 Liter im Standard-Golf. Das große Manko ist derzeit immer noch das Betanken: Drei Möglichkeiten stehen zur Auswahl, die zwischen 20 Minuten und acht Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Die Autohersteller sind also auf eine weltweite Infrastruktur angewiesen, die aber nicht in allen Ländern gleich gefördert wird. Ein Auto mit Benzinmotor lässt sich auch im hintersten Winkel des Erdballs verkaufen, ein Elektroauto so schnell sicher nicht. Wo normalerweise der Drehzahlmesser sitzt, hat der Golf Blue-E-Motion eine kW-Anzeige. So sieht man, wieviel Leistung der Motor gerade abfordert. Schaltung in der Mittelkonsole: Die Stufen Rückwärts, vorwärts und Leerlauf kennt man bereits. Neu ist die Stufe B für Bremsen, die sich wie eine Motorbremse anfühlt und Stufe D, die ebenfalls rekuperiert. Ein Knopf an der Mittelkonsole läßt dem Piloten die Wahl zwischen maximaler Reichweite oder größtmöglicher Leistung. Wer sich für Reichweite entscheidet, dem wird kuzerhand auch die Klimaanlage abgestellt.
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