Zwei SUVs auf Abwegen

Dunkle Wolken über Hyundai Santa Fe und Kia Sorento: Kommen die beiden Straßenkreuzer auch im Gelände klar?

Dunkle Wolken über Hyundai Santa Fe und Kia Sorento: Kommen die beiden Straßenkreuzer auch im Gelände klar?

Dunkle Wolken über Hyundai Santa Fe und Kia Sorento: Kommen die beiden Straßenkreuzer auch im Gelände klar? Die Voraussetzungen sind bei beiden beinahe gleich: Ein stattliches Gewicht von je zwei Tonnen steht knapp 200 Diesel-PS entgegen. Die Motoren sind sogar exakt die selben. Doch der Antrieb von Hyundai und Kia unterscheidet sich ... Während der silberne Kia Sorento seine Kraft mit einem Sechs-Gang-Getriebe an den Untergrund weiterleitet, verfügt der boedeaux-rote Hyundai Santa Fe über ein Automiatikgetriebe. Der Kia hat mit seiner Handschaltung Vorteile im Verbrauch: Der Schalter genehmigt sich knapp einen Liter weniger auf 100 Kilometer, nämlich im Schnitt 8,8 Liter. Der Hyundai Santa Fe hat da das Nachsehen: Er verbrauchte in unserem Test gut zehn Liter Diesel. Dafür passt der komfortable Automat besser zum gediegenen SUV-Fahrgefühl. Auch im Gelände erweist sich die sensible Sechs-Stufen-Automatik als die bessere Wahl. Denn der feinfühlige Automat findet auch bei schwierigem Untergrund immer die richtige Fahrstufe und stellt auch ungeübte Fahrer vor keine Probleme. Fürs Grobe sind dennoch beide Kandidaten nicht gemacht. Allein schon ihr Leergewicht von knapp zwei Tonnen beschert den Koreanern einen schweren Stand im Gelände. Der Santa Fe ist mit einer Länge von 4,66 Metern schon win ganz schön lang. Vor allem sein langer Radstand von 2,7 Metern mag auf Asphalt mehr Fahrkomfort bieten, im Gelände aber kostet der an Kuppen viele Nerven. Ähnlich beim Kia Sorento:Auch er hat einen Radstand von 2,7 Metern. Die Bodenfreiheit ist im Vergleich zu seinem Vorgänger sogar geschrumpft:Sie beträgt nur noch 184 Millimeter. Der Kia Sorento punktet allerdings mit Berganfahrhilfe und Bergabfahrhilfe. Der Hyundai Santa Fe spielt auf die klassische SUV-Karte und preist seinen Wagen als optimales Zugpferd für Anhänger. Trotzdem macht er im Gelände den besseren Eindruck, obwohl ihm Bergan- und abfahrhilfe fehlen ... Ausschlaggebend ist die Gangschaltung des Sorento: Super für den Alltag, anstrengend im Gelände. Darum zieht der Kia trotz besserer Eckdaten den Kürzeren. Hauchdünn ist der Gelände-Triumph des Hyundai: Hätte der Sorento allerdings einen Automaten, hätte er die Nase vorn. Im Alltag hingegen ist der Santa Fe die gediegerene und bessere Wahl.
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