Viel Last, wenig Lust

Im Cockpit herrscht beim Golf Tristesse. Hier zeigt sich der Passat edler und schicker.

Im Cockpit herrscht beim Golf Tristesse. Hier zeigt sich der Passat edler und schicker.

Im Cockpit herrscht beim Golf Tristesse. Hier zeigt sich der Passat edler und schicker. Dafür reicht im Golf der Zeitraum zwischen Einsteigen und Türen Schließen locker aus, um die wichtigsten Bedienelemente zu verinnerlichen. Die Betriebsanleitung verstaubt bei diesem Auto im Handschuhfach. Die Motorenpalette des Golf Variant reicht bei den Benzinern von 80 bis 160 PS und bei den Selbstzündern von 105 bis 140 PS. Die Verarbeitung hinterlässt durchweg einen sauberen Eindruck. Auffällig war beim Testwagen allerdings das hohle und leicht scheppernde Geräusch beim Schließen der Heckklappe. Wer sparen will, wählt den 1.6 TDI (105 PS) mit BlueMotion-Paket (ein spezielles BlueMotion-Modell wie beim normalen Golf gibt es für den Variant zurzeit nicht) ... Der Vierzylinder nagelt in kaltem Zustand unwirsch vor sich hin, gibt sich ansonsten aber leise und zurückhaltend. Das Fahrgefühl mit 105 Diesel-PS ist etwas harzig, aus dem Drehzahlkeller quält sich der Motor mühsam heraus und braucht lange, bis der Turbolader so richtig in Stimmung kommt. Wenn man die Anlaufphase mit einplant, lässt sich mit dem 1.6 TDI durchaus kommod überholen, denn im zweiten und dritten Gang hat der Motor einen ordentlichen Durchzug. Auch auf der Autobahn kann man im Verkehr gut mitschwimmen, selbst bei hohem Tempo wirkt das Aggregat des maximal 190 Km/h schnellen Golf nicht angestrengt. Das Fünfganggetriebe lässt sich leicht und präzise durch die Gasse führen, doch wie von VWs BlueMotion-Modellen gewohnt, muss man mit dem extralang übersetzten fünften Gang leben. Sechs Gänge gibt es erst beim 2.0 TDI, das Siebengang-Doppelkupplungsgetrie Zu schnellen Kurvenfahrten lädt der Diesel-Golf zwar nicht ein, meistert sie aber ohne Fehl und Tadel.
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