Schneller Vorlauf

Der Aufstieg ist steil und der aufgeladene Fünfzylinder jubelt, als er wieder Luft zum Atmen bekommt ...

Der Aufstieg ist steil und der aufgeladene Fünfzylinder jubelt, als er wieder Luft zum Atmen bekommt ...

Der Aufstieg ist steil und der aufgeladene Fünfzylinder jubelt, als er wieder Luft zum Atmen bekommt ... Zum x-ten Male möchte sich der Pilot am Steuer bedanken. Den Ingenieuren die Hände schütteln,  die die Lenkung kreiert haben oder das Fahrwerk zu dem gemacht haben, was es ist und dem Motor nochmals ein paar Flügel mehr verliehen haben. Die aktuelle Modellgeneration des Focus ist in den letzten Zügen. Und das Beste kommt bekanntlich zum Schluss ... Der Ford Focus RS ist bereits in Spaßmacher, wie er spektakulärer kaum sein könnte. Doch wem 305 PS an der Vorderachse nicht reichen, der gönnt sich einfach den RS 500 - der bietet nochmals 45 Pferde mehr. Überflüssig zu erwähnen, dass die in engen Kehren an der Vorderachse zerren. Doch es bleibt beeindruckend, wie der rasende Kölner seine Leistungsausbrüche mit Vorderradantrieb in Vortrieb umwandelt. Der Vortrieb ist gewaltig und der typische Fünfzylindersound begeistert derart, dass man das Seitenfenster gar nicht wieder hinauffahren möchte. Dabei sind die baulichen Unterschiede zum gewöhnlichen Focus RS gering. Optisch unterscheidet sich der Focus RS 500 vom normalen RS allein durch den mattschwarzen Lack den RS-500-Schriftzug am Heck und die kleine Plakette in der Mittelkonsole mit der laufenden Produktionsnummer. Genauso begeisternd wie der bullig blubbernde Fünfzylinder mit seinen 350 PS und 460 Nm maximalem Drehmoment ab 2500 Touren ist das ungemein neutrale Fahrwerk. Die Höchstgeschwindigkeit hat sich durch den Leistungszuwachs von rund 15 Prozent kaum geändert. Statt der 263 km/h Spitze des RS schafft der RS 500 265 km/h. Das reicht immerhin, um abgeregelte Luxuslimousinen aus Stuttgart, Ingolstadt oder München zu jagen. Die Unterschiede der beiden RS-Versinen liegen vielmehr im bissigeren Ansprechen des Fünfzylinders in höheren Drehzahlbereichen. 0 auf Tempo 100 schafft der Kölner Bolide in 5,6 Sekunden. Die optimierte Sauerstoffzufuhr des Motors ermöglichte ein deutlich höhere Kraftentfaltung, ohne dafür den Ladedruck übermäßig heraufsetzen zu müssen, erläutert Cheftechniker Gunnar Herrmann. Der in Aussicht gestellte Normverbrauch von 9,4 Litern Super auf 100 Kilometern lässt sich angesichts der möglichen Kraftausbrüche des Focus RS jedoch nur abseits aller Realitäten erreichen. Schließlich will im Focus RS 500 geritten und nicht flaniert wer Doch der Focus RS 500 ist mehr als ein fahrender und brüllender Motor auf einem 19-Zoll-Radsatz:Image- und Technologieträger, Aushängeschild und fahrbarer Sportler zu einen sensationellen Preis.
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