Lage bleibt angespannt

Der Oderpegel im brandenburgischen Ratzdorf ist in den vergangenen fünf Tagen um 50 Zentimeter gestiegen.

Drei Männer stehen auf dem Deich vor dem Pegelhaus an der Oder im brandenburgischen Ratzdorf, das am Pfingstsonntag einen Wasserstand von 4,52 Meter anzeigt. Etwa um 50 Zentimeter ist der Pegel des Flusses in den vergangenen fünf Tagen angestiegen. Es wird damit gerechnet, dass im Laufe des Sonntagabends am Pegel Ratzdorf, wo die aus Polen kommende Oder brandenburgisches Gebiet erreicht, Alarmstufe 1 ausgerufen wird.

Der Oderpegel im brandenburgischen Ratzdorf ist in den vergangenen fünf Tagen um 50 Zentimeter gestiegen. In Breslau sind weite Teile der Stadt komplett überflutet. Aus sicherer Entfernung müssen die Anwohner im polnischen Torun zusehen, wie die Flutmassen ihre Stadt überschwemmen. Soldaten bilden eine Menschenkette, um so schnell wie möglich die Dämme nahe Warschau mit Sandsäcken zu stabilisieren. Staudamm bei Wloclawek, Zentralpolen: Die Staustufe lässt pro Sekunde 5500 Kubikzentimeter Wasser hindurch. Überall ist man damit beschäftigt, mit kleinen Dämmen aus Sandsäcken die Wassermassen von den eigenen Häusern fernzuhalten. Die Evakuierung ist schweißtreibend. Ein Feuerwehrmann rettet gerade ein Schwein aus dem Krisengebiet. Relativ gelassen nehmen diese beiden Bewohner der Stadt Plock in Zentralpolen die Überschwemmung hin. Wenige Tage nach Pfingsten hat das Hochwasser aus Polen Brandenburg erreicht. Sven Gumprecht steht am Donnerstag in einer Wathose im Hochwasser in Frankfurt (Oder). Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes legen am Mittwoch in Frankfurt (Oder) Sandsäcke auf Deckel von Kanalisationsanlagen, durch die sonst das Grundwasser aufsteigen könnte. Der Flutscheitel wird nun laut Innenministerium für Donners Mit Sandsäcken dichtet eine Rentnerin in Frankfurt (Oder) die Kellerfenster ihres Hauses ab. Vom Flugzeug aus wird am Mittwoch deutlich, wie weit die Oder schon über die Ufer getreten ist. Die höchsten Alarmstufe 4 wird in Ratzdorf ausgerufen. Ein großes Holzkreuz markiert die Mündung der Neiße in die Oder im brandenburgischen Ratzdorf (Oder-Spree). Das Kreuz steht normalerweise an Land. Jetzt ragt es aus dem Hochwasser.
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