Freudenmädchen und lustvolle Überraschungen

Fünf amerikanische Verlage hatten das Manuskript des Romans Lolita von Vladimir Nabokov wegen Pornographieverdachts abgelehnt.

Fünf amerikanische Verlage hatten das Manuskript des Romans Lolita von Vladimir Nabokov wegen Pornographieverdachts abgelehnt. Dann erschien es 1955 in Paris. Der Roman erzählt die verhängnisvolle Liebe eines Literaturwissenschaftlers zu einem zwölfjährigen, frühreifen Mädchen. Um an die kleine Lolita heranzukommen, heiratet er ihre Mutter und verursacht ihren Tod.

Fünf amerikanische Verlage hatten das Manuskript des Romans Lolita von Vladimir Nabokov wegen Pornographieverdachts abgelehnt. Die Titelheldin in John Clelands Memoiren der Fanny Hill ist eine Prostituierte. Sie erzählt in Briefform einer fiktiven Adressatin aus ihrem Leben. Die 120 Tage von Sodom des Marquis des Sade polarisieren wie kaum ein zweites Werk der Weltliteratur. Die Histoire de Juliette von Marquis de Sade enthält die geballte Abrechnung mit den Moral- und Tugendvorstellungen der französischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts: In Justine erzählt Marquis de Sade die Geschichte zweier Mädchen: Justine ist tugendhaft, Juliet unzüchtig. Ein Plädoyer für die freie Liebe: Pandora Reithermanns Pandoras Box. Überraschungen statt alltäglicher Bettroutine. In ihrem Dangerous Book for Lovers hat Laura Corn Anregungen gesammelt, die Schwung in müde Beziehungen bringen. In Zeruya Shalevs Erstlingsroman Liebesleben verliebt sich Na'ama, verheiratet und Mutter eines Sohnes, Hals über Kopf in einen viel älteren Bekannten ihres Vaters. In den Römischen Elegien beschreibt Johann Wolfgang von Goethe die Auswirkungen von Erotik auf die Schaffenskraft eines jungen Dichters auf Romreise.
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