Der Krieg gegen das Öl

Mit dem neuen Zylinder konnte der Ölfluss ins Meer vorläufig aufgehalten werden. Der Deckel mit drei Öffnungen verschließt das Bohrloch provisorisch, bis es durch Entlastungsbohrungen völlig abgedichtet werden kann.

Mit diesem Zylinder konnte der Ölfluss ins Meer vorläufig aufgehalten werden. Der Deckel mit drei Öffnungen verschließt das Bohrloch provisorisch, bis es durch Entlastungsbohrungen völlig abgedichtet werden kann.

Mit dem neuen Zylinder konnte der Ölfluss ins Meer vorläufig aufgehalten werden. Der Deckel mit drei Öffnungen verschließt das Bohrloch provisorisch, bis es durch Entlastungsbohrungen völlig abgedichtet werden kann. Ölauffangschiffe umgeben die Stelle im Golf von Mexiko, an der seit Untergang der Deepwater Horizon Öl ausströmt. Noch immer verzögern technische Schwierigkeiten die letzten Tests für eine neue Absaugvorrichtung an dem Leck. Dieses Foto vom 12. Juli zeigt, wie weiterhin Ölmassen aus dem Leck in das Wasser schießen. Nach Angaben von Experten bis zu 9,5 Millionen Liter am Tag. Tiefseeroboter sammeln an der Ölquelle Messdaten, durch deren Zuhilfenahme die neue Stahlkappe besser Öllachen verteilen sich am Strand von Gulf Shores im US-Bundesstaat Alabama. Die andauernden Versuche, die Ölpest unter Kontrolle zu bekommen, werden seit Anfang Juli durch den Beginn der Hurrikan-Saison weiter erschwert. Arbeiter filtern per Hand Öl verschmutztes Wasser in Gulfport. Knapp zehn Wochen nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hatte das Öl erstmals auch die Küste des US-Staates Mississippi erreicht. Ein ölbedeckter Pelikan als neues Wappentier von BP? Ein toter Fisch treibt in einer Öllache in Bay Long, Louisiana. Ein Einsiedelkrebs kämpft sich durchs Öl. Das Öl strömt am 6. Juni weiter, obwohl eine Auffangglocke laut BP-Angaben einen Großteil des Öls an die Wasseroberfläche leiten kann. Der Konzern traut sich ob des hohen Drucks allerdings nicht, die Ventile zu schließen. Dick im Öl-Schlick steht ein Mitarbeiter der Küstenwache in Plaquemines Parish, Louisiana. Pelikan-Dame Nr. 75 wurde von Helfern in eine Hilfsstation in Buras im Süden Louisianas gebracht. Ihr Gefieder ist ölverklebt. Experten befürchten, dass die Zahl der durch Öl verschmutzten Vögel in die Tausende gehen könnte. Die Stimmen gegen den Mineralölkonzern BP werden immer lauter. Die Menschen in den betroffenen Regionen fordern, dass der Konzern die Verantwortung für die Katastrophe übernimmt. Rund um die Uhr arbeiten Helfer an den Küsten Louisianas, um die Strände von dem Öl zu säubern, so wie hier in Port Fourchon. Ein Nasa-Bild zeigt den Ölteppich im Golf von Mexiko. Ein toter Delphin, mit Öl bedeckt, am Strand von Venice. Der amerikanische BP-Manager Lamar McKay und Steven Newman, Chef der Transocean, müssen in Washington zur Ölkatastrophe aussagen. Inzwischen ist die Katastrophe an den Küsten des Mississippi-Deltas nicht mehr zu übersehen. Die Braunpelikane sind Louisianas Wappentier. Und ihre Gelege vom Öl schwer gefährdet. Die Hilfskräfte haben die Küste mit absorbierendem Material gepanzert - kurzzeitig hieß es sogar, es sollten Haare gesammelt werden, um das Öl aufzufangen. Das war jedoch offenbar eine Falschmeldung. Öl schwappt auf den Wellen vor der Küste von Louisiana. Gerade wollte der Konzern BP einen großen Ölfund bekanntgeben - doch da explodierte die Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Elf Menschen starben. Seitdem strömen 700 Tonnen Rohöl ins Meer - am Tag. Experten versuchten das auslaufende Öl an der Meeresoberfläche mit schwimmenden Barrieren zu sammeln. Auch als am 5. Mai das erste Öl die US-Küste erreichte Am schlimmsten ist die Ölpest für die Seevögel. Damit es soweit nicht kommt, versucht BP immer wieder, das Öl auf offener See abzubrennen. Große Hoffnungen auf einen dauerhaften Stopp des Ölflusses setzte BP in eine riesige Stahlglocke. Doch der Öl-Sarg machte Probleme. Der Mineralölkonzern BP, Eigentümer der gesunkenen Ölplattform, gerät derweil mächtig unter Druck.
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