Geschichte einer Milliardensubvention

Um die Autoindustrie vor einem Absatzeinbruch zu bewahren, zauberte die Regierung gemeinsam mit den Gewerkschaften die Abwrackprämie hervor.

Der Exportweltmeister Deutschland in der Wirtschaftskrise: Um die Autoindustrie vor einem Absatzeinbruch zu bewahren, zauberte die Regierung gemeinsam mit den Gewerkschaften die Abwrackprämie hervor.

Um die Autoindustrie vor einem Absatzeinbruch zu bewahren, zauberte die Regierung gemeinsam mit den Gewerkschaften die Abwrackprämie hervor. Mithilfe der Subvention sollen Altautos von der Straße geholt und gegen Neu- und Jahresfahrzeuge eingetauscht werden. Das Geld ist für viele herzlose Menschen Grund genug, ihren alten Liebling der Schrottpresse zu übergeben. Eine wunderschöne Landschaft ohne Autos. Prozentual gewinnen die Modelle von Lada und Dacia in den Verkaufszahlen. Für Fahrzeuge wie diesen Corsa wurde im Opel-Werk Eisenach sogar eine Zeit lang die Kurzarbeit ausgesetzt. Wie zu erwarten, kam es mit der Abwrackprämie auch zu Fällen von Kriminalität, und zwar organisierter. Andere Altautos schnappten sich Künstler, die das Abwracken  wie hier in Karlsruhe  in einer öffentlichen Performance live präsentieren. Abwracken kann übrigens jeder - auch diejenigen, die kein Altauto haben. Auch die US-Regierung entwickelte eine Subvention für die Autoindustrie nach deutschem Vorbild. In den USA sind durch die Prämie nahezu 700.000 Neuwagen verkauft worden. Größter Gewinner war mit Toyota ein japanischer Hersteller. Fällt die Abwrackprämie weg, werden sich vermutlich wieder weniger Kunden ein Neufahrzeug zulegen.
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