11.02.2019, 11.45 Uhr

Deutsche Post erhöht Preise: Porto-Hammer! Dreiste Preis-Erhöhung entsetzt Kunden

Die Post wird anscheinend ihr Briefporto stärker erhöhen als bisher erwartet.

Die Post wird anscheinend ihr Briefporto stärker erhöhen als bisher erwartet. Bild: dpa

Porto-Hammer bei der Deutschen Post! Das Briefporto wird in diesem Jahr aller Voraussicht nach teurer als bisher erwartet. Auf Basis einer Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums soll es der Deutschen Post ermöglicht werden, das Porto deutlich anzuheben, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag) berichtete.

Briefporto wird wohl teurer als bisher erwartet

Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf 85 bis 90 Cent steigen. Der genaue Wert ist noch unklar - es geht nun um einen größeren Preisspielraum für alle regulierten Postprodukte zusammen, also auch für Postkarte oder Auslandsbrief. Wie hoch genau das Porto für einen Standardbrief sein soll, legt die Post später selbst fest.

Deutsche Post erhöht Porto: Briefe verschicken wird ab Sommer 2019 teurer

Positiv für den Verbraucher: Das Porto steigt später als bisher geplant. Statt zum April dürfte der Preissprung erst im Sommer erfolgen. Wegen der Digitalisierung sinkt die Briefmenge seit Jahren - um profitabel wirtschaften zu können, pocht das ehemalige Staatsunternehmen angesichts der mehr oder minder konstanten Kosten auf eine satte Erhöhung. Laut "FAZ" gesteht das Wirtschaftsministerium der Post nun eine höhere Umsatzrendite zu. Ein Sprecher der Post begrüßte das Vorhaben der Regierung.

Bundeswirtschaftsministerium ändert Postentgeltverordnung

Mitte Januar bekam der Bonner Konzern zunächst einen Dämpfer von der Bundesnetzagentur - die Regulierungsbehörde gewährte der Post nur einen eher geringen Erhöhungsspielraum von 4,8 Prozent für alle regulierten Produkte zusammen. Damit hätte der Standardbrief wohl maximal auf 80 Cent steigen können und die anderen Briefsorten hätten etwa gleich teuer bleiben müssen. Der Post war das zu wenig. Nun bekommt sie Rückenwind aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das die Postentgeltverordnung ändern und einen größeren Preisspielraum ermöglichen will. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte: "Wir sind informiert über die Pläne, die Verordnung anzupassen." Details nennen wollte er nicht. Die Netzagentur ist dem Ministerium unterstellt.

Post-Kunden stinksauer über gepante Preis-Erhöhung

Bei den Verbrauchern stößt die geplante Erhöhung auf heftige Kritik. Auf Twitter machten zahlreiche Kunden ihrem Ärger über die "dreiste Preiserhöhung" bereits Luft. "Na Mensch: Deutsche Post erhöht zwar später, dafür umso dreister. Abgesegnet durch @bnetza. Sind schon Beraterverträge geschlossen oder wechseln Ministerialbeamte dann mit der Legislaturperiode?", schimpft ein User auf Twitter. "Super! Was fällt denen sonst noch ein? Und dann kommt die Post im Gegenzug zur Portoerhöhung zukünftig nur noch 1 Mal wöchentlich?", poltert ein anderer Post-Kunde.

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sba/loc/news.de/dpa
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