09.08.2018, 08.44 Uhr

Erhöhter Energiebedarf in Deutschland: Explodieren die Strompreise jetzt wegen der Hitze?

Die Solaranlagen in Deutschland produzieren so viel Strom wie noch nie.

Die Solaranlagen in Deutschland produzieren so viel Strom wie noch nie. Bild: dpa

Es ist eine Krux: Allein im Juli haben die Solaranlagen in Deutschland 15 Prozent der gesamten Stromerzeugung ausgemacht und 6,7 Milliarden Kilowattstunden produziert, vermeldet das Frauenhofer-Institut. Knapp zwei Millionen Haushalte könnten damit ein Jahr lang versorgt werden. Doch das Solar-Rekordjahr hat auch seine Schattenseite.

Darum kann die Hitze für höhere Strompreise sorgen

Konventionelle Kraftwerke fahren die Stromerzeugung zurück, Atomkraftwerke werden abgeschaltet. Durch die Dürre werden Futtermittel für Biogasanlagen nicht nur knapp, sondern auch teurer. Windräder laufen wegen der anhaltenden Windstille ebenfalls nicht. "In Verbindung mit dem niedrigeren Angebot wegen einer geringeren Windstrom-Ausbeute und gedrosselten konventionellen Kraftwerken haben die kurzfristigen Großhandelspreise allerdings ebenfalls Rekordwerte erreicht. An der Strombörse EEX sind die Spotmarktpreise für Strom zeitweise auf über 60 Euro pro Megawattstunde geklettert", sagt Mathias Köster-Niechziol vom Vergleichsportal Verivox.

Durch die Hitze steigt auch der Strombedarf in Haushalten und Unternehmen. Ventilatoren, Klimaanalgen und Kühlanlagen laufen auf Hochtouren. Energieunternehmen müssen knapp 20 bis 30 Prozent der Energie zukaufen. Doch an diesem Punkt wird es teuer: An der Strombörse liegt der durchschnittliche Spotmarktpreis in diesem Jahr ungefähr 30 Prozent über dem Niveau von 2016. Energieversorger könnten nun angesichts der gestiegenen Einkaufspreise unter Druck geraten. Preiserhöhungen für den Kunden wären denkbar.

Lesen Sie auch: Preise unbemerkt erhöht! DIESE Produkte sind Mogelpackungen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/sba/news.de
Lebensmittelrückruf für Oktober 2018 aktuellLebensmittelwarnung für Oktober 2018Michael SchumacherNeue Nachrichten auf der Startseite