13.06.2018, 18.12 Uhr

Fipronil-Skandal 2018 in Deutschland: An DIESER Nummer erkennen Sie verseuchte Eier

Erneut sind mit dem Pflanzengift Fipronil belastete Eier in den Handel gelangt.

Erneut sind mit dem Pflanzengift Fipronil belastete Eier in den Handel gelangt. Bild: Eric Lalmand/dpa

Nach dem erneuten Nachweis des Insektengifts Fipronil in Zehntausenden Eiern aus den Niederlanden bemühen die Behörden sich um Aufklärung. Wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium ankündigte, ist nach dem Gesetz zunächst eine zweite unabhängige Untersuchung nötig, um sowohl die betroffene Packstelle im Landkreis Vechta als auch die entsprechenden Chargennummern veröffentlichen zu können.

Fipronil-Skandal 2018: Rund 73.000 Eier in Deutschland im Umlauf

Damit können Verbraucher in den von den Eierlieferungen betroffenen Bundesländern Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen dann überprüfen, ob sie möglicherweise belastete Eier im Kühlschrank haben. Mittlerweile ist klar:97.200 Eier seien insgesamt vom 17. Mai bis zum 4. Juni aus den Niederlanden an eine Packstelle im niedersächsischen Landkreis Vechta geliefert worden. Ein Teil der Eier gelangte bereits in den Handel. Die Packstelle mit dem Stempelcode, mit dem Verbraucher sehen können, ob sie belastete Eier im Kühlschrank haben, solle nach einer zweiten Untersuchung veröffentlicht werden, sagte die Sprecherin weiter.

Rückverfolgungs-Code veröffentlicht: DIESE Eier sind betroffen

Das Ministerium in Hannover hatte am Freitag (8. Juni) erstmals über die erneute Feststellung von Fipronil in Eiern aus den Niederlanden informiert. Der Umfang des Problems war da noch nicht deutlich. Die Eier stammen von einem niederländischen Bio-Legehennenbetrieb. Der Rückverfolgungs-Code des Erzeugers lautet 0 NL 4031002.

Grüne fordern Konsequenzen nach Fipronil-Fund

Noch vor Bekanntwerden dieser Zahl forderten die Grünen Konsequenzen aus dem jüngsten Fipronil-Fund. "Wir brauchen endlich Nummerncodes für eierhaltige Lebensmittel wie Nudeln", sagte die ernährungspolitische Sprecherin im Bundestag, Renate Künast, der Deutschen Presse-Agentur. Eine transparente Kennzeichnung mache den jeweiligen Betrieb rückverfolgbar, damit Produkte mit belasteten Eiern umgehend aus dem Handel entfernt werden könnten.

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Ursache womöglich Restbelastung des Bodens

Zur Aufklärung der Ursache der erneuten Belastung sind die deutschen Behörden auf Informationen aus den Niederlanden angewiesen. Eine Anfrage zu den möglichen Ursachen wurde bereits an die Niederlande gerichtet, wie das Ministerium in Hannover mitteilte. Nach niederländischen Medienberichten vermutet der schon im vergangenen Jahr vom Fipronil-Skandal betroffene Landwirt, dass sich Reste des Insektengifts möglicherweise noch im Boden der Wiese befunden haben, auf der die Hühner Auslauf haben.

So lief der Fipronil-Skandal 2017

Das Insektizid Fipronil, das bei der Lebensmittelerzeugung dienenden Tieren nicht verwendet werden darf, war 2017 einem Reinigungsmittel beigemischt und über eine niederländische Firma an Hühnerhalter verkauft worden. Danach gab es erst in den Niederlanden, dann auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern erhebliche Rückrufe von Eiern und Eierprodukten. Seitdem wird gezielt auf Fipronil getestet. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde nun die Überschreitung der Höchstwerte zunächst in den Niederlanden und dann in Niedersachsen festgestellt.

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jat/news.de/dpa
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