01.06.2018, 10.12 Uhr

Mark Zuckerberg: Nach Facebook-Datenskandal: Palastrevolution im Keim erstickt

Mark Zuckerberg erstickte bei der diesjährigen Aktionärsversammlung jegliche Kritik im Keim.

Mark Zuckerberg erstickte bei der diesjährigen Aktionärsversammlung jegliche Kritik im Keim. Bild: Marcio Jose Sanchez / dpa

Die Nachwehen des Facebook-Datenskandals haben in diesem Jahr für eine turbulentere Hauptversammlung des weltgrößten Online-Netzwerks gesorgt.

Facebook-Aktionäre befürchten eine unternehmerische Diktatur

Eine Frau musste den Saal verlassen, weil sie in Zwischenrufen verlangte, Gründer und Chef Mark Zuckerberg die Wiederwahl in den Verwaltungsrat zu verweigern. Ein weiterer Aktionär forderte, die Aktien mit mehr Stimmrechten abzuschaffen, die Zuckerberg die Kontrolle über das Unternehmen sichern. Mit dem aktuellen Kräfteverhältnis drohe Facebook, zu einer "unternehmerischen Diktatur" zu werden, warnte er am Donnerstag.

Zuckerberg schmettert jegliche Kritik der Aktionäre ab

Es gab auch direkte Kritik am Abfluss von Informationen von Millionen Facebook-Nutzern an die Firma Cambridge Analytica, der den aktuellen Datenskandal ausgelöst hatte. Eine Vertreterin des Investors NorthStar Asset Management sagte, damit seien Menschenrechte verletzt worden.

Aktionäre forderten unter anderem die Einrichtung eines Gremiums zur Einschätzung von Risiken sowie ausführlichere Berichte über Steuerzahlungen in einzelnen Ländern und über die Schere bei der Bezahlung von Männern und Frauen. Die Vorschläge wurden abgelehnt - wenig überraschend, da Zuckerberg die Mehrheit der Stimmrechte kontrolliert.

Mehr zum Thema:Anhörung von Mark Zuckerberg - Facebook soll kostenpflichtig werden.

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pap/jat/news.de/dpa
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