11.04.2018, 14.14 Uhr

Hoffnung für Diesel-Fahrer: Merkel stellt sich gegen Fahrverbote

Kanzlerin Merkel stellt sich gegen Fahrverbote.

Kanzlerin Merkel stellt sich gegen Fahrverbote. Bild: dpa

Da können Dieselfahrer trotz schlechter Abgaswerte wohl erst Mal aufatmen... Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich auf der Klausurtagung in Meseberg gegen Fahrverbote stark gemacht. "Wir werden nicht auf Fahrverbote und blaue Plakette setzen, sondern auf individuelle Maßnahmen", erklärt die Kanzlerin in bild.de.

Merkel: Diesel-Nachrüstungen sind kostenintensiv

Auch gegenüber technischen Nachrüstungen ist sie skeptisch, diese seien kostenintensiv. Hardware-Nachrüstungen, also Umbauten an Motor oder Abgasanlage, sind umstritten. Die Autobranche lehnt sie als zu aufwendig und zu teuer ab. Umweltverbände halten aber die Software-Updates der Hersteller für nicht ausreichend, um die Schadstoff-Emissionen angemessen zu senken. Die Bundesregierung werte derzeit noch verschiedene Gutachten zu Hardware-Nachrüstungen aus. Die Autobranche haben einen klaren Plan vorgelegt, Software-Updates bis Ende 2018 abzuschließen.

"Gravierende Fehler" der Autoindustrie

Merkel betonte, sie habe "klare Erwartungen" an die Autoindustrie. Es seien erkennbar "gravierende Fehler" gemacht worden, für die weder die Kunden noch die Steuerzahler gerade stehen könnten. Ein weiterer Auto-Krisengipfel sei aber nicht geplant.

Merkel rechnet mit Verbesserung der Luftqualität

Merkel rechnet damit, dass sich die Luftqualität in Deutschland in den nächsten zwei bis drei Jahren deutlich verbessern wird. Sie geht davon aus, dass die Stickoxid-Grenzwerte dann nur noch in zeh deutschen Städten überschritten sein werden. Zur Zeit ist das in 66 Städten der Fall.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

gma/koj/news.de/dpa
Fotostrecke

Eindeutige Wahl: Dieses Auto sollte Angela Merkel fahren

Die Höhle der Löwen 2018Bahn zieht Preise anKlimawandel-SchockNeue Nachrichten auf der Startseite