14.03.2018, 15.17 Uhr

Gebühren-Schock: DIESE Banken verlangen Horror-Gebühren fürs Geld abheben

Immer mehr Banken verlangen Geld fürs abheben.

Immer mehr Banken verlangen Geld fürs abheben. Bild: dpa

Die Zahl der Geldinstitute, die Gebühren für Abheben von Geld verlangen, habe sich laut Angaben des Finanzportals "Biallo" seit Anfang 2017 verdoppelt. Während damals knapp 40 Sparkassen und 150 Volksbanken zusätzliche Gebühren von ihren Kunden verlangten, liege die Zahl mittlerweile bei fast 400 Geldinstituten.

Teure Zusatzgebühren! Bis zu 5,00 Euro fürs Geldabheben

Nachdem im vergangenen Jahr die Zusatzgebühren bekannt geworden sind, haben einige Banken zurückgerudert. Laut "Biallo" verzichten knapp 1000 Banken und Sparkassen auf Gebühren fürs Geldabheben. 69 Sparkassen, 311 VR-Banken sowie eine Direktbank bitten ihre Kunden am Geldautomaten zur Kasse. Die Spanne der Gebühren ist dabei sehr unterschiedlich: Sie reicht von neun Cent bis zu 5,00 Euro pro Abhebung.

Was viele Kunden nicht wissen: Wenn ein Kunde von VR-Bank A an einem Automaten von VR-Bank B Geld abhebt, wird Bank A eine Rechnung gestellt. Diesen Betrag holt sich das Geldinstitut dann vom Kunden wieder. Ähnlich soll es dabei auch bei Sparkassen ablaufen. Bei den meisten Banken liegt die Fremdgebühr bei 1,02 Euro. Einige Geldinstitute erlauben sogar bis zu fünf kostenlose Abhebungen im Verbund. Bei der Raiffeisenbank Volksbank Aurich werden nach vier Abhebungen im Kontomodell Plus 5,00 Euro fürs Abheben bei einer anderen Bank im Verbund fällig. Ab der sechsten Abhebung verlangt die VR Bank Lausitz 4,50 Euro im VR-Verbund.

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300 Geldinstitute verlangen sogar dann Gebühren, wenn sich die Kunden an den eigenen Automaten Geld holen. Die Hälfte sogar schon bei der ersten Abhebung. Die Banken halten dagegen: "Kunden können auf andere Kontomodelle ausweichen, um diese Gebühren zu vermeiden", zitiert "Biallo" einen Vertreter. Oft seien in teuren Kontomodellen sämtliche Gebühren aber bereits eingerechnet.

Verbraucherschützer ziehen gegen Banken vor Gericht

Im vergangenen Jahr zogen Verbraucherschützer wegen Gebühren fürs Geldabheben am Automaten vor Gericht. "Wir haben klare Belege, dass drei Institute ihre Kunden vorher nicht ausreichend über die Preisänderung informiert haben", sagte Finanzmarktwächter Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen damals. Bei einer geplanten Preisänderung müssen Banken und Sparkassen ihre Kunden zwei Monate vorher informieren.

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bua/loc/news.de/dpa
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