06.02.2018, 09.35 Uhr

Ermittlungen im Diesel-Skandal: Wieder Durchsuchung in Audi-Werken

Schon wieder Razzia bei Audi.

Schon wieder Razzia bei Audi. Bild: dpa

Im Zuge der Abgas-Affäre lässt die Staatsanwaltschaft München II seit Dienstagmorgen die Zentrale der VW-Tochter Audi in Ingolstadt (Bayern) und das Werk in Neckarsulm (Baden-Württemberg) durchsuchen.

Ermittlungen im Diesel-Skandal: Staatsanwaltschaft durchsucht Audi-Werke

18 Staatsanwälte und Beamte der beiden Landeskriminalämter seien dabei im Einsatz, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte der Rechercheverbund von "Süddeutscher Zeitung", Norddeutschem Rundfunk (NDR) und Westdeutschem Rundfunk (WDR) berichtet. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass der Autobauer ins Visier der Ermittler gerät.

Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurde auch eine Privatwohnung in Baden-Württemberg durchsucht. Im Fokus der Ermittler stehe auch der Einsatz von technischen Vorrichtungen zur Manipulation von Abgaswerten in V6-3-Liter-Dieselmotoren, die für den europäischen Markt bestimmt waren, hieß es. Schon im März vergangenen Jahres hatte es wegen der Abgas-Affäre Razzien bei Audi gegeben.

Abgas-Affäre weitet sich aus: Hat Audi über 210.000 Autos manipuliert?

Zum Verkauf von manipulierten Diesel-Fahrzeugen auf dem US-Markt würden inzwischen 14 Personen als Beschuldigte geführt, hieß es. Darunter seien aber keine aktuellen oder ehemaligen Audi-Vorstandsmitglieder. Der Tatverdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung beziehe sich derzeit auf Dieselmotoren in mindestens rund 210.000 Fahrzeugen, die seit 2009 auf dem europäischen und dem US-amerikanischen Markt ausgeliefert wurden.

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sba/news.de/dpa
Themen: Audi
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