01.02.2018, 10.23 Uhr

Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase: Abgas-Alarm! So schlecht ist die Luft in deutschen Städten

Trotz Bemühungen von Bund und Ländern wurden die Grenzwerte in vielen deutschen Städten im vergangenen Jahr überschritten.

Trotz Bemühungen von Bund und Ländern wurden die Grenzwerte in vielen deutschen Städten im vergangenen Jahr überschritten. Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase in deutschen Städten ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Der Grenzwert zum Schutz der Gesundheit wurde noch in rund 70 Kommunen statt wie 2016 in 90 Städten überschritten, wie das Umweltbundesamt (UBA)nach ersten Schätzungen am Donnerstag mitteilte.

Diesel-Abgase: Luft in München am meisten belastet

Die höchste Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) gab es trotz eines leichten Rückgangs in München. In der bayerischen Landeshauptstadt wurden im Jahresmittel 78 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft gemessen - der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. Es folgten die bisher am stärksten belastete Stadt Stuttgart mit 73 und Köln mit 62 Mikrogramm im Jahresmittel.

Umweltbundesamt fordert schärfere Maßnahmen

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger sprach von einer Entwicklung in die richtige Richtung. "Wir sind aber noch längst nicht am Ziel." Aus Sicht der Behörde zeigen sich erste Wirkungen kommunaler Maßnahmen, die durch die Diesel-Debatte angestoßen wurden - etwa Tempolimits oder Straßen-Verengungen. Von Bund und Autoindustrie vereinbarte Maßnahmen wie neue Abgas-Software für ältere Diesel und Prämien für den Kauf sauberer Neuwagen reichten nicht aus. Gebraucht würden auch Umbauten an Motoren. "Nur so können wir die Gesundheitsbelastungen schnell und vor allem dauerhaft senken", betonte Krautzberger.

Erfahren Sie mehr: Abgastest an Affen – VW beurlaubt Chef-Lobbyist Thomas Steg.

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