21.11.2017, 13.25 Uhr

Bayerische Energieversorgungsgesellschaft: Energieversorger warnt: Strompreise werden explodieren

Verbraucher müssen mit steigenden Stromkosten rechnen.

Verbraucher müssen mit steigenden Stromkosten rechnen. Bild: dpa

Die Energiewende geht nicht spurlos an den Verbrauchern vorbei. Die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft (BEV) geht weiterhin von steigenden Strompreisen in Deutschland aus.

Höhere Kosten? Darum steigt der Strompreis weiter

Grund seien vor allem Steuern, Abgaben und Umlagen, die 50 Prozent des Strompreises ausmachen, sagt Uwe Kollmar, Geschäftsführer der Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft (BEV Energie) gegenüber "börsennews.de". Doch nicht nur diese Belastungen sorgen für höhere Preise. Auch die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) werde steigen. Bereits 2016 sei laut Kollmar der Strompreis für Privathaushalte um durchschnittlich zwei Prozent auf 29,80 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Auch im kommenden Jahr könnten sich Verbraucher auf steigende Preise gefasst machen.

Verbraucherzentralen sollen Kunden aufklären

Verbraucherzentralen seien im Zuge der Energiewende besonders gefragt. Sie müssten laut BEV-Geschäftsführer Kollmar den Kunden noch mehr auf die Herausforderungen aufklären. Den Verbrauchern sei oftmals nicht bewusst, wie wenig Spielraum den Energieversorgern bei der Festlegung des Strompreises bliebe. Die Politik und die Netzbetreiber stecken in Deutschland den Rahmen für diese ab. Die Energieversorgern können laut Kollmar nur ein Fünftel der Kosten bestimmen.

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Daher sei ein offener und liberaler Strommarkt von großer Bedeutung. "Nur durch Wettbewerb und Wettbewerber kann der Verbraucher an der Veränderung des Energiemarktes und der Energiewende mitwirken", sagt Kollmar im Interview mit "börsennews.de" weiter.

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bua/fka/news.de
Themen: Strom
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