16.10.2017, 14.12 Uhr

Air Berlin: Flug-Tickets werden teurer! DIESE Strecken kann es betreffen

Die Pleite von Air Berlin soll den Ticketmarkt für Flugreisen ordentlich durcheinander gewirbelt zu haben.

Die Pleite von Air Berlin soll den Ticketmarkt für Flugreisen ordentlich durcheinander gewirbelt zu haben. Bild: dpa

Jeder scheint es besser zu wissen. Während die einen Medienportale schreiben, dass die Preise für die Flugtickets jetzt exorbitant in die Höhe schnellen werden, mahnt die Deutsche Presse Agentur zu Ruhe. Erhöhungen seien unwahrscheinlich.

Steigen die Ticketpreise nach der Air-Berlin-Pleite oder nicht? Das ist hier die Frage!

So heißt es in einer Pressemeldung von Montag: Die Übernahme von großen Teilen der Air Berlin durch Lufthansa wird nach Einschätzung von Reiseveranstaltern vorerst nicht zu steigenden Flugpreisen führen. Auf den touristischen Strecken dürften die Preise für die Sommersaison 2018 sogar unter Druck geraten, sagte René Herzog, Chef der DER Touristik Zentraleuropa, voraus. Die Wettbewerber von Air Berlin hätten sich auf das Ende der Fluggesellschaft vorbereitet und ihr Angebot auf attraktiven Verbindungen ausgebaut.

Flug-Tickets sollen angeblich im Herbst 2017 teurer werden

"Bild.de" warnt hingegen vor steigenden Ticket-Preisen. Im Herbst sollen Kunden mit Erhöhungen von bis zu 40 Prozent rechnen. Ihre Informationen will die Nachrichtenseite von "Skyscanner.de" haben. Das Flug­bu­chungs­por­tals soll laut einer Studie herausgefunden haben, dass ein Flug nach Palma de Mallorca im Dezember 2017 über 50 Euro mehr als im letzten Jahr kosten soll. Betroffen sollen auch Reiseziele wie Gran Canaria, Istanbul und Teneriffa sein.

Flugziele durch schwindende Konkurrenz teurer?

Mittelfristig sollen uns jedoch trotzdem steigende Preise erwarten, berichtet die dpa. Im Europaverkehr sieht Herzog jetzt schon diesen Trend auf Verbindungen, wo die Konkurrenz durch Air Berlin entfällt. "Auf der Strecke Frankfurt-Zürich ist bereits zu sehen, was passiert, wenn der Wettbewerb schwindet: hohe Ticketpreise", sagte Herzog.

"Der Wegfall der Air Berlin/Niki bedeutet nur scheinbar weniger Wettbewerb", hieß es dagegen bei Alltours. Zwar falle eine Airline weg, deren Kapazitäten blieben aber zum größten Teil durch die Übernahme erhalten. Zugleich hätten Fluggesellschaften wie zum Beispiel Tuifly, Germania und Small Planet ihr Angebot ausgebaut, neue Anbieter seien hinzu gekommen. "Insgesamt hat der Flugmarkt für Urlaubsreisen im Sommer 2018 trotz der Air-Berlin-Insolvenz etwa 10 Prozent mehr Kapazitäten als im Sommer 2017". Insgesamt blieben die Flugpreise für den kommenden Sommer stabil.

Mehr Kosten für Fluglinien durch Pleite von Air Berlin

Die Pleite von Air Berlin bedeute für die Veranstalter mehr Arbeit und zusätzliche Kosten. Die Streichungen auf der Fernstrecke durch die Insolvenz hätten für DER Touristik zu deutlichen Mehrkosten geführt, "die wir tragen", sagte Herzog. Auch Alltours-Geschäftsführer Markus Daldrup sprach jüngst von Zusatzkosten und Mehrarbeit. "Vor allem die Suche nach Ersatz für die kurzfristigen Absagen für die Karibik war sehr aufwendig", hatte er "touristik aktuell" gesagt.

So kommen Sie nach der Air-Berlin-Pleite trotzdem günstig ans Flugziel

Letzten Endes ist offenbar nur eins wirklich sicher: Die Pleite von Air Berlin hat für ordentlich Wirbel auf den deutschen Flughäfen gesorgt und eindeutige Prognosen, wie diese sich auf die Ticketpreise und Reisekosten auswirken wird, scheint es vorerst nicht zu geben. Wir können allen Flugreisenden nur weiter empfehlen, Preise zu vergleichen, lange im Voraus zu planen und möglichst nicht an hochfrequentierten Tagen, wie z. B. am Wochenende, sondern lieber unter der Woche zu reisen.

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mag/kns/news.de/dpa
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