10.04.2017, 11.42 Uhr

GMX und Web.de mit teurer Abofalle: Abzocke! Verbraucherschutz warnt vor GMX und Web.de

Verbraucherschützer warnen aktuell vor beliebten Free-Mail-Anbietern.

Verbraucherschützer warnen aktuell vor beliebten Free-Mail-Anbietern. Bild: Silas Stein/dpa

GMX und Web.de gehören zu den beliebtesten Anbietern von kostenlosen E-Mail-Postfächern in Deutschland. Doch nicht alles, was als "gratis" angepriesen wird, ist am Ende auch wirklich kostenfrei. Im schlimmsten Fall kann es sogar richtig teuer werden.

Abo-Falle bei GMX und Web.de

Rund 30 Millionen Kunden betreut der Internetanbieter 1&1 mit seinen E-Mail-Portalen GMX und Web.de. Dort können sich Nutzer völlig kostenfrei eine eigene E-Mail-Adresse erstellen. Im Gegenzug müssen sie dafür mit Werbung leben. Doch mit einem Trick versucht der Konzern jetzt offenbar, ahnungslose Kunden in eine Abo-Falle zu locken. Davor warnen aktuell zumindest die Verbraucherzentralen.

GMX und Web.de: Verbraucherzentrale warnt vor "Kaufen"-Button

Regelmäßig zeigen GMX und Co. ihren Kunden beim Einloggen scheinbar günstige Angebote, mit denen sie ihr E-Mail-Postfach für eine geringe monatliche Gebühr um neue Funktionen erweitern können. Grundsätzlich ist die Werbung legitim, doch es gibt einen Haken: Am Ende der Seite befindet sich nicht wie sonst üblich ein "Weiter"-Button, sondern eine "Kaufen"-Schaltfläche, mit der Kunden beim Klick darauf ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen - zu Preisen bis zu sieben Euro pro Monat. Auch dem Verbraucherschutz ist dieses Vorgehen ein Dorn im Auge.

Verbraucherschutz fordert Verbot von "Kaufen"-Button bei GMX und Web.de

Laut den Verbraucherzentralen könne die Position des Buttons dazu verleiten, dass Kunden ungewollt ein Abo abschließen. Denn bei einem flüchtigen Blick könne man den Knopf, der plötzlich an der Stelle des "Weiter"-Feldes auftaucht, leicht verwechseln. Der Verbraucherschützer Klaus Müller forderte gegenüber der "Bild" zumindest ein Ende derartiger Geschäftspraktiken: "Verbraucher dürfen nicht durch Klickfallen zu ungewollten Vertragsabschlüssen verleitet werden. Nicht alles, was legal ist, ist auch legitim."

Lesen Sie auch: Spam und Malware – So erkennen Sie Schadsoftware!

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

jat/sam/news.de
Negativzinsen für KleinsparerOnline-Konten am günstigstenZDF-FernsehgartenNeue Nachrichten auf der Startseite