08.04.2017

Explosion vor Ostern?: Spritpreise wieder teurer! DAS rät Ihnen der ADAC

Der Benzinpreis ist vor Ostern leicht gestiegen. DAS rät der ADAC.

Der Benzinpreis ist vor Ostern leicht gestiegen. DAS rät der ADAC. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Vor Beginn der Osterferien in den meisten deutschen Bundesländern ist der Benzinpreis gestiegen - aber nur leicht. Und der ADAC, der den Ölkonzernen jahrelang "Straßenräuberei" und Abzocke pünktlich zu den Urlaubsreisezeiten vorgeworfen hatte, sieht dafür zwei handfeste Gründe: Der Anstieg der Rohölpreise und die Euro-Schwäche gegenüber dem Dollar. Und er hat auch gleich einen Rat für die Autofahrer: Nachmittags tanken ist billiger.

ADAC: Bundesweiter Durchschnittspreis für Super E10 gestiegen

Ein ADAC-Sprecher sagte am Freitag in München, der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 sei gegenüber der Vorwoche um etwa einen Cent gestiegen, auf 1,36 Euro. Diesel habe unverändert durchschnittlich 1,16 Euro gekostet. Deutlich billiger tanken Reisende in Österreich, Tschechien, Polen und Luxemburg - teurer ist es dagegen in Dänemark, den Niederlanden und vor allem in Italien.

Vor Ostern: Benzin in diesem Jahr sehr viel teurer?

"Früher gab es vor Ostern Preisanstiege von 10 Cent, ohne dass das Öl teurer geworden wäre. Das ist vorbei", sagte der ADAC-Sprecher. Seit 2013 gibt es die lange fast traditionellen Preissprünge vor wichtigen Feiertagen und Ferien nicht mehr. Dafür hat das Bundeskartellamt gesorgt: Mit der Einrichtung einer Markttransparenzstelle, an die fast 15.000 Tankstellen ihre Preise regelmäßig melden müssen.

"Die Preisentwicklung von Benzin ist stark abhängig von der Preisdynamik von Rohöl auf den Weltmärkten", heißt es beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden. Außerdem "ist auch die Entwicklung der Mineralölsteuersätze von Bedeutung".

Ölpreis stieg zuletzt leicht - Zusammenhang mit amerikanischem Luftschlag in Syrien

"Die Kraftstoffpreise sind zuletzt leicht gestiegen, ebenso wie der Ölpreis - das geht Hand in Hand", sagte Alexander von Gersdorff, Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbands. Ein Barrel Öl verteuerte sich binnen Wochenfrist um drei Dollar. Nach einem US-Luftschlag gegen Syrien stieg der Preis für ein Barrel der NordseesorteBrent am Freitag auf 55 Dollar und damit den höchsten Stand seit einem Monat. Der weitaus dickste Brocken beim Spritpreis aber sind in Deutschland die Steuern. Pro Liter Diesel machen sie 65 Cent, pro Liter Benzin sogar 87 Cent aus.

Seiten: 12
Sanktionen gegen ALG-II-EmpfängerWhatsAppBundestagswahl 2017Neue Nachrichten auf der Startseite