17.01.2017

Sanktionen gegen ALG-II-Empfänger: DAS ist Deutschlands härtestes Jobcenter

2016 wurden weniger ALG-II-Sanktionen verhängt.

2016 wurden weniger ALG-II-Sanktionen verhängt. Bild: dpa

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kann mit einem unerwartet hohen Milliarden-Überschuss 2016 ihr für Krisenzeiten angelegtes Finanzpolster weiter auffüllen. Der Überschuss für das abgeschlossene Jahr liegt bei 4,9 Milliarden Euro. Die Nürnberger Bundesbehörde hatte ursprünglich nur mit 1,8 Milliarden Euro gerechnet.

Die Bundesagentur, die sich mit Beiträgen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert, kommt damit - anders als in früheren Jahrzehnten - weiterhin ohne staatliche Zuschüsse aus. "Die Zahlen zeigen, dass wir gut gewirtschaftet haben", meinte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. So wohl auch bei den Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Hartz IV: Weniger ALG-II-Sanktionen 2016

Demnach sollen zwischen Januar und September 2016 insgesamt 705.593 Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt worden sein. Immerhin der niedrigste Wert seit 2011. Durchschnittlich wurden den sanktionierten ALG-II-Beziehern 108 Euro an Bezügen gekürzt. Wie die "Bild" weiter schreibt, sollen 7657 Personen im September nach mehreren Strafen keine Hartz-IV-Zahlungen mehr erhalten haben.

Jobcenter Rosenheim: Das ist Deutschlands härtestes Jobcenter

Übrigens: Deutschlands härtestes Jobcenter ist laut "Bild" das im bayerischen Rosenheim. Dort wurde am härtesten gegen Hartz-IV-Vergehen vorgegangen. Gegen 6,7 Prozent aller seiner ALG-II-Bezieher ging das Amt in Rosenheim vor. Auf den Plätzen folgen laut "Bild" die Jobcenter Südwestpfalz (6,26 Prozent) und Gotha (6,14 Prozent).

Weitaus weniger drakonisch geht es dagegen im Hochtaunuskreis (0,68 Prozent), Freising (0,87 Prozent) und Landshut (1,01 Prozent) zu.

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rut/bua/news.de/dpa
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