26.11.2014, 09.05 Uhr

Abzocke bei Media Markt + Karstadt: Die fiese Masche der falschen Verkäufer

Falsche Mitarbeiter wollen Sie bei Media Markt über den Tisch ziehen.

Falsche Mitarbeiter wollen Sie bei Media Markt über den Tisch ziehen. Bild: dpa

Wer Hilfe suchend durch die diversen Kaufhäuser Deutschlands irrt, der ist meist froh, wenn ein netter Mitarbeiter auf einen zukommt und eine Beratung anbietet. Schließlich kennt der Verkäufer die Vor- und Nachteile der angebotenen Waren und kann einen unabhängig beraten. Doch weit gefehlt!

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Media Markt, Breuninger, Karstadt: Kunden-Verarsche an der Tagesordnung

Unabhängige Beratung scheint bei Media Markt, Karstadt und Co. ein Fremdwort zu sein. Eine Undercover-Recherche der Wochenzeitung Die Zeit in Zusammenarbeit mit dem NDR hat ergeben, dass in den Kaufhäusern immer häufiger sogenannte Promoter zu finden sind, die wie die Angestellten auftreten, aber eigentlich für Markenhersteller arbeiten. «Hidden Promotion» nennt sich diese Marketing-Strategie.

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Falsche Verkäufer drehen dem Kunden ihre Marken-Produkte an

Für den Kunden ist diese nicht transparent, sondern versteckt - daher auch der Name. Die falschen Mitarbeiter tragen den gleichen Dresscode wie die echten Angestellten und mitunter sogar ein Namensschild des Kaufhauses. Durch Test-Einkäufe fanden Die Zeit und der NDR heraus, dass sich keiner der Promoter dem Kunden als Vertreter einer bestimmten Marke zu erkennen gab. Stattdessen lotsten sie die Verbraucher gezielt zu den Ständen der Marken, die sie vertreten.

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Mode, Kosmetik, TV, Smartphone, Foto: Hier wird der Kunde massiv getäuscht

Besonders häufig waren die falschen Mitarbeiter in den Mode- und Kosmetikabteilungen sowie im Smartphone-, Foto- und Fernsehbereich zu finden. Eine neutrale Beratung wird der Kunde also in diesen Abteilungen nicht erhalten, denn das Ziel der Promoter ist klar: Ihre Marke an den Mann bringen.

Karstadt, Breuninger und die Media-Saturn-Holding machten auf Nachfrage kein Geheimnis aus dem Einsatz solcher versteckten Promoter. Jedoch gaben sie an, die falschen Mitarbeiter seien durch ihre unterschiedliche Kleidung und durch die Namensschilder klar zu erkennen. Doch bei der Recherche von Die Zeit und dem NDR wurde bewiesen, dass gegen diese Regeln wiederholt verstoßen wurde.

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