20.08.2014, 11.30 Uhr

Jahresrückblick 2014: Warum Frauen nackt durch Berlin laufen

Nackte, junge Frauen auf den Straßen Berlins? Eigentlich ein Fall für die Ordnungshüter. Aber in Berlin gehört dies scheinbar zum Stadtbild dazu. Denn die Frauen lassen sich bei ihrem freizügigen Spaziergang filmen. Die Videos werden anschließend im Internet verkauft und bringen mächtig Gewinn.

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Völlig nackt und ungeniert laufen Frauen über öffentliche Plätze in Berlin und werden dabei gefilmt. Mit den Videos machen sie das ganz große Geld.

Völlig nackt und ungeniert laufen Frauen über öffentliche Plätze in Berlin und werden dabei gefilmt. Mit den Videos machen sie das ganz große Geld. Bild: Screenshot Twitter / RealityGold01

Nackte Haut neben deutschen Sehenswürdigkeiten

Die hüllenlosen Damen laufen über den Pariser Platz, den Kuhdamm oder räkeln sich unter der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. Es wirkt natürlich und überhaupt nicht verklemmt. Neben den Touristenattraktionen werden sie selbst zur Sehenswürdigkeit und landen oft als Urlaubserinnerung auf den Speicherkarten der Kameras.

Doch was wie ein Kunstprojekt oder ein Nackt-Protest à la Femen wirkt, ist ein ernstzunehmendes Geschäft mit dem Namen Public Nudity. Denn die nackten Frauen machen mit ihren Spaziergängen das ganz große Geld und können sich dann vielleicht endlich etwas zum Anziehen kaufen.

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Nacktheit in der Öffentlichkeit ist verboten

So ganz legal ist die Aktion nicht. In Deutschland ist lediglich Nacktheit in Strandnähe erlaubt. An anderen Orten gilt blanke Haut als Ordnungswidrigkeit, die mit saftigen Geldstrafen geahndet werden kann. «Ein solches Auftreten gilt als Belästigung der Allgemeinheit nach Paragraph 118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes», sagt Polizeisprecher Michael Merkle gegenüber B.Z. Sollten Beamte nackte Frauen in der Öffentlichkeit erwischen, würden sie sofort eingreifen. Das kostet dann zwischen 5 und 1.000 Euro.

Großes Geschäft mit Nackten in der Öffentlichkeit

Doch das sind Peanuts im Vergleich zu dem, was das Unternehmen an den Nackt-Videos verdient. Ein Jahres-Abo kostet 109,95 Euro. Die Käufer haben im Internet dann sogar die Möglichkeit abzustimmen, was die Mädels machen sollen. «Sie stimmen in unserem Members-Bereich vor jedem Nude-In-Public-Shooting ab, wo sich unsere Girls ausziehen und was sie nackt in der Öffentlichkeit machen sollen», steht auf der Seite des Unternehmens Nip Activity.

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bua/zij/news.de
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