06.06.2014, 10.59 Uhr

Unfall im Loro Parque: Tierarzt schießt Mann im Gorilla-Kostüm krankenhausreif

Im Loro Parque auf Teneriffa wurde ein Mann im Gorilla-Kostüm lebensgefährlich verletzt.

Im Loro Parque auf Teneriffa wurde ein Mann im Gorilla-Kostüm lebensgefährlich verletzt. Bild: picture-alliance / dpa / Rainer Jensen

Die Schlagzeilen aus dem Loro Parque auf Teneriffa reißen nicht ab. Erst wurde ein Orca-Trainer von einem Schwertwal tödlich verletzt und eine andere Mitarbeiterin erlitt beim Training mit den riesigen Meeressäugern einen Armbruch und eine Lungenquetschung. Nun fielen Schüsse in dem beliebten Tierpark.

Mitarbeiter im Gorillakostüm in Lebensgefahr

Nicht nur im Alltag warten gefährliche Todesfallen auf uns, sondern auch während der Arbeit. Ein 35-jähriger Mitarbeiter im Gorillakostüm wurde von einem Tierarzt mit einem Pfeil aus einem Betäubungsgewehr niedergestreckt und lebensgefährlich verletzt. Wegen einer extremen allergischen Reaktion musste er sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ereignet hat sich der Vorfall während einer Übung. Der Tierarzt, der erst seit zwei Monaten im Loro Parque arbeitet, sollte den Mitarbeiter für einen echten Gorilla halten, welches ausgebrochen ist. Das Training wurde polizeilich begleitet. Es sollte simuliert werden, welche Maßnahmen notwendig sind, wenn ein Affe aus seinem Gehege entkommt. Jedoch war die Dosis des Betäubungsgewehres auf ein Tier mit einem Gewicht von 200 Kilogramm ausgelegt.

Loro Parque stark in der Kritik

Die spanischen Medien sprechen von Fahrlässigkeit des deutschen Parkbetreibers Wolfgang Kiessling. Der Zustand des Mitarbeiters sei lebensbedrohlich, wie die Zeitung La Opinión berichtet. Die Polizei ermittelt bereits, beschlagnahmt wurden das Gewehr und das Betäubungsmittel.
Bereits 2010 wurde gegen den Parkbetreiber Kiessling Strafanzeige gestellt. Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) kritisierte den Unternehmer wegen der fahrlässigen Tötung eines Orca-Trainers. Korrekte Arbeitsschutzmaßnahmen hätten den tödlichen Unfall verhindern können. Die Staatsanwaltschaft in Hagen fühlte sich jedoch nicht zuständig.

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bua/loc/news.de
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