27.11.2014

Kleider machen Jobs

Erst einmal wird er eingekleidet.Dieser Imageberater sucht das für ihn beste heraus aus der Garderobe des Vereins "La cravate solidaire". Die Anziehsachen sind Spenden von Privatleuten und Firmen für Leute, die sich das nicht leisten können. Der Mann kann den Anzug behalten, genauso wie den "solidarischen Schlips".O-Ton Nicolas Gradziel, Gründungsmitglied "La cravate solidaire":"In unserer Gesellschaft wird die Erscheinung immer wichtiger. Wie man beim Vorstellungsgespräch gesehen wird, das kann sich je nach Kleidung ändern. Viel hängt auch davon ab, wie man sich die Kleidung zu eigen macht - ob man sich damit mehr oder weniger profiliert."Ein Foto für die Bewerbungsunterlagen, dann wird der Ernstfall geprobt: Ein Einstellungsgespräch mit einer Frau aus einer Personalabteilung. Ihr sollte man in die Augen sehen.O-Ton Aude de Langlais, leitet Bewerbungs-Training:"Das zeigt die Motivation, es zeigt ein gewisses Selbstvertrauen. Man muss ihnen immer sagen: 'Versucht, richtig in die Augen zu sehen. Versucht, mit den Händen zu reden, nicht zu schüchtern zu sein und angemessene Ausdrücke zu benutzen.' Ihr Vokabular ist manchmal zu umgangssprachlich.""La cravate solidaire" ist die Idee von drei jungen Handelsschul-Absolventen. Innerhalb von zwei Jahren hat der Verein bereits 250 Stellensuchende geschult.