20.08.2014 Vertrieben und allein

Kinder leiden am meisten im Nordirak

Rund 500.000 Menschen sind vor dem Terror der Dschihadisten im Irak geflohen. 24.000 von ihnen suchen Zuflucht vor den Toren der Stadt Dohuk im Kurdengebiet im Norden des Landes. Viele von ihnen sind Kinder, die alles verloren haben. O-Ton Faleh, irakisches Flüchtlingskind:"Wir sind vom Haus meines Großvaters entkommen. Es war ein schönes Grundstück im Dorf. Jetzt sind wir hier, obdachlos. Früher hatten wir keine Probleme, unser Haus war sehr schön, wir wollten hier nicht herkommen."O-Ton Sidan, irakisches Flüchtlingskind:"Wir mussten unser Haus aufgeben, unsere Onkel und Großeltern. Wir haben alles zurückgelassen."Viele der Kinder, die es bis Dohuk geschafft haben, müssen sich allein durchschlagen. Sie hausen in Schulen, Rohbauten oder bei Familien, die Anteil an ihrem Schicksal nehmen. Die Kinder haben Hunger, kratzen buchstäblich jeden Krümel zusammen.Angesichts der Flüchtlingstragödie startet die UNO eine ihrer bislang größten Hilfsaktionen. Die Soforthilfe soll über die Türkei, Jordanien, Dubai und den Iran zu den Hunderttausenden gebracht werden, die im Nordirak alles verloren haben.