24.05.2019, 13.05 Uhr

"Game of Thrones": Ist Hitler schuld am umstrittenen GoT-Finale?

Angesichts dieser Bilder wird Emilia Clarkes Vergleich verständlicher

Angesichts dieser Bilder wird Emilia Clarkes Vergleich verständlicher Bild: Courtesy of HBO/spot on news

Es ist keine alltägliche Aussage, die Schauspielerin Emilia Clarke (32) da getätigt hat. Denn der "Game of Thrones"-Star hat sich, so bizarr das zunächst klingen mag, für die letzte Folge der HBO-Hitserie das denkbar schlimmste "Vorbild" genommen, das die Weltgeschichte je hervorgebracht hat - Adolf Hitler. Das hat die Britin im Interview mit der US-Seite "Variety" verraten. Wer das Finale noch nicht gesehen hat, sollte jetzt nicht weiterlesen.

Emilia Clarke übt mit Diktatoren-Videos für "Game of Thrones"-Finale

Im Kontext der Verwandlung ihrer Figur Daenerys Targaryen zur Mad Queen ergibt dieses düstere Vorbild durchaus Sinn. Während sie in Folge 4 von Staffel damit drohte ihre Gegner mit "Stumpf und Stiel" auszurotten, setzte sie sich in der vorletzten Episode selbst die Tyrannenkrone auf. Sie fackelte ganz King's Landing ab und beging Massenmord. Im Anschluss daran hielt sie vor ihrer Armee aus Dothraki und Unbefleckten eine radikale Rede. Und irgendwie assoziiert man diese Szene mit einem der düstersten Kapitel unserer Geschichte - der NZ-Zeit. Schauspielerin Emilia Clarke hat für diese Szene Videos von Diktatoren studiert, darunter auch Adolf Hitler.

Hitler als Vorbild für Rede der Mad Queen Daenerys Targaryen

Das sei von Vorteil gewesen, weil sie in der Szene eine fiktive Sprache sprechen musste. Da sie kein Deutsch beherrscht, habe sie beim Betrachten der Diktator-Reden speziell auf Mimik, Gestik und Tonfall achten können. Sie wollte demnach sehen, ob die Botschaft der Rede auch dann erkenntlich wird, wenn man die Sprache nicht versteht: "Und ja, das kannst du! Man kann absolut verstehen, was Hitler gesagt hat", so Clarke. Also habe sie sich gedacht: "Wenn ich jedes einzelne Wort, das ich sage, auch glauben kann, dann muss das Publikum nicht zu oft auf die Untertitel achten."

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So überzeugend Clarkes Darbietung in der finalen Folge "Der Eisern Thron" auch war, haben sich viele Fans dennoch an ihrem generellen Wandel gestört. Zu abrupt sei dieser vollzogen worden, so der Vorwurf einer großen Menge an Zuschauern. An den herausragenden Streaming- und Einschaltquoten des großen Finales konnte das aber nichts ändern.

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