19.04.2019, 17.30 Uhr

Exodus: Götter und Könige: Von Charlton Heston bis Christian Bale: Die besten Bibelfilme

Hollywood trifft Bibel: Jack Huston (l.) als Judah Ben Hur und Morgan Freeman (r.) als Scheich Ilderim in

Hollywood trifft Bibel: Jack Huston (l.) als Judah Ben Hur und Morgan Freeman (r.) als Scheich Ilderim in "Ben Hur" Bild: imago/ZUMA Press/spot on news

Gerade an Ostern haben viele auch mal Zeit für einen ausführlichen Fernsehnachmittag im Kreise der Familie. Ganz traditionell werden dann auch Bibelfilme gemeinsam im Wohnzimmer zelebriert. Diese hier sollten sie nicht verpassen.

"Die Zehn Gebote" (1956) mit Yul Brynner und Charlton Heston

Jack Huston in der neuen "Ben Hur"-Verfilmung gibt es auf Amazon Prime Video zu sehen

In der letzten Regiearbeit von Cecil B. DeMille (1881-1959) dreht sich alles um die Geschichte von Moses (Charlton Heston, 1923-2008) und Pharao Ramses II. (Yul Brynner, 1920-1985). "Die Zehn Gebote" gelten als eine der größten Bibelverfilmungen der Monumentalfilm-Ära. In den über dreieinhalb Stunden wird es nie langweilig und man bekommt viele der damaligen Stars aufgefahren, unter anderem auch John Carradine (1906-1988) und Horror-Ikone Vincent Price (1911-1993).

"Salomon und die Königin von Saba" (1959) mit Gina Lollobrigida und Yul Brynner

Neben Charlton Heston hat auch der in Wladiwostok geborene Yul Brynner verühmte Monumentalfilme gedreht. In "Salomon und die Königin von Saba" ersetzte er den während der Dreharbeiten gestorbenen Tyrone Power (1914-1958), weswegen alle betreffenden Szenen neu gedreht werden mussten. In dem drei Stunden dauernden Streifen von King Vidor (1894-1982) geht es um König Davids (Finlay Currie, 1878-1968) Sohn Salomon (Yul Brynner) sowie die Königin von Saba (Gina Lollobrigida, 91).

"Exodus: Götter und Könige" (2014) mit Christian Bale und Joel Edgerton

Bibelfilme sind heutzutage fast ausgestorben. Nur alle Jubeljahre kommt ein neuer Streifen in die Kinos. Ridley Scott (81) wagte mit "Exodus: Götter und Könige" ein solches Experiment. Der auf Grund des Castings weißer Darsteller für die Hauptrollen und überwiegend dunkelhäutiger Schauspieler für kleinere Rollen skandalumwitterte Film hat als Handlungsgrundlage wiederum die Moses-Geschichte. Auch hier wird nicht gespart mit Stars: Neben Christian Bale (45) und Joel Edgerton (44) sind auch Breaking-Bad-Star Aaron Paul (39) sind auch Sigourney Weaver (69) und Ben Kingsley (75) zu sehen.

"Ben Hur" (1959) mit Charlton Heston und "Ben Hur" (2016) mit Jack Huston

Das 1880 erschienene Buch von Lee Wallace (1827-1905) gehört zu den meistverfilmten Stoffen aller Zeiten. In dieser Auswahl werden zwei der insgesamt sieben Filme besprochen. Es ist zwar keine explizite Bibelgeschichte, aber die scheinbar zufälligen Begegnungen der Hauptfigur Judah Ben Hur mit Jesus implizieren eine gewisse Ähnlichkeit.

Der Klassiker von Regisseur William Wyler gilt als einer der größten Filme aller Zeiten. Judahs (Charlton Heston) Jugendfreund Messala (Stephen Boyd, 1931-1977) wird Befehlshaber von Jerusalem, was die beiden Männer diametral gegenüberstellt. Letzten Endes wird Ben Hur versklavt und muss unter anderem das berühmte Wagenrennen im Circus Maximus bestreiten, auf einer Galeere rudern und im Steinbruch schuften. Am Ende kehrt er zurück nach Jerusalem und erlebt die Kreuzung Jesu mit. Das ganze Spektakel geht insgesamt fast vier Stunden.

In der neuesten Verfilmung von Timur Bekmambetow (57) übernimmt Jack Huston (36) die Hauptrolle, daneben sind Toby Kebbell (36) als Messala, Rodrigo Santoro (43) als Jesus, "Game of Thrones"-Star Pilou Asbæk (37) als Pontius Pilatus und Morgan Freeman (81) in der Rolle des Scheichs Ilderim zu sehen. An den Kinokassen war der Film eher ein Flop, die Geschichte ist - um 100 Minuten kürzer - nicht wesentlich anders als im Klassiker und durchaus einen Blick wert.

"Die letzte Versuchung Christi" (1988) mit Harvey Keitel und Willem Dafoe

Martin Scorsese (76) schuf 1988 mit "Die letzte Versuchung Christi" einen Klassiker. Der Film war damals für konservative Christen ein absoluter Skandal, da sie mit der Prämisse der Verfilmung von Nikos Kazantzakis' (1883-1957) Roman "Die letzte Versuchung" ganz und gar nicht einverstanden waren: Jesus (Willem Dafoe, 63) stirbt hier nicht am Kreuz, da er sich durch einen vermeintlichen Schutzengel (Juliette Caton, 44) retten lässt - und mit Maria Magdalena (Barbara Hershey, 71) eine Familie gründet. Die Musik steuerte Genesis-Legende Peter Gabriel (69) bei.

"Das Leben des Brian" (1979) von "Monty Python"

Terry Jones (77) führte auf dem Papier zwar Regie, aber insgesamt war die Komiker-Truppe Monty Python gemeinsam für den schwarzhumorigen Klassiker des Humbugs verantwortlich, der des Themas wegen einer der skandalträchtigsten Filme aller Zeiten ist. Durch Zufall lebt der einfältige Brian Cohen (Graham Chapman, 1941-1989) genau zur selben Zeit wie Jesus (Kenneth Colley, 81) in Jerusalem.

Da er sich im Untergrund gegen die römische Besatzungsmacht stark macht, muss er sich eines Tages auf der Flucht vor den Soldaten auf einem Marktplatz als einer der zahlreichen Prediger ausgeben. Aus diesem Umstand heraus wird er von der dümmlichen Bevölkerung fälschlicherweise als Messias verehrt. Am Ende wird er gemeinsam mit zahlreichen Leidensgenossen gekreuzigt und schmettert das berühmte Lied "Always Look on the Bright Side of Life" von Eric Idle (76) an.

"Maria Magdalena" (2018) mit Rooney Mara und Joaquin Phoenix

Der bislang letzte Bibelfilm stammt von Regisseur Garth Davis. Er beschreibt die Begegnung von Maria Magdalena (Rooney Mara, 34) und Jesus (Joaquin Phoenix, 44). Die romantischen Gefühle zwischen den beiden werden allerdings - ganz im Gegensatz zu den alten Monumentalspektakeln - eher nüchtern dargestellt. Während Simon (Chiwetel Ejiofor, 41) ihr anfangs eher skeptisch gegenübersteht, wird sie von Judas (Tahar Rahim, 37) sofort freundlich begrüßt. Sie erlebt Wunder mit, wie die Erweckung des Lazarus (Theo Theodoridis, 42), und ist auch bei der Kreuzigung mit dabei. Danach trifft sie Jesus an seinem Grab und berichtet den ungläubigen Jüngern von der Auferstehung.

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