16.04.2019, 08.54 Uhr

"Tatort: Inferno" 2019: Hat Kommissar Faber den Unfall überlebt?

Anna Schudt, Jörg Hartmann, Aylin Tezel und Rick Okon (v.l.n.r.) bei den Dreharbeiten zum

Anna Schudt, Jörg Hartmann, Aylin Tezel und Rick Okon (v.l.n.r.) bei den Dreharbeiten zum "Tatort: Inferno". Bild: WDR/Thomas Kost/spot on news

Es war ein "Tatort", der Krimifans am Sonntagabend mit gespaltener Meinung zurückließ: In der Episode "Inferno" aus Dortmund hatten die Ermittler Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon) den rätselhaften Tod einer Ärztin aufzuklären. Das Besondere an dem TV-Krimi: Die Ermittlungen fanden fast ausschließlich auf den Gängen einer Notaufnahme statt. Wie empfanden die "Tatort"-Schauspieler die außergewöhnlichen Dreharbeiten?

Jörg Hartmann ist Kommissar Peter Faber

"So viele Tage in einem Krankenhaus zu arbeiten, bei laufendem Betrieb, hat mich sehr berührt. Zumindest peripher wird man mit Schicksalen konfrontiert, man sieht, was das Personal in der Klinik alles leistet. Dieses Krankenhaus ist ein ganz eigener Kosmos, in den die Ermittler in "Inferno' eintauchen, und der die Atmosphäre des Films entscheidend prägt."

Anna Schudt ist Kommissarin Martina Bönisch

"Das Krankenhaus ist als Tatort beklemmend und alle, die dort arbeiten, strahlen die Erschöpfung aus, die sich auch in den Kommissaren ausbreitet. Die Vereinzelung gefällt Bönisch nicht, und ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich am Ende des Films. Ein Krankenhaus, ein Ort der Heilung und des Vertrauens, wird ein Ort der Abgründe und der Verzweiflung."

Rick Okon ist Kommissar Jan Pawlak

"Da wir bei laufendem Betrieb gedreht haben, begegnete man dauerhaft Menschen, denen es offensichtlich schlecht geht, während wir selbst alles nur spielen und fiktiv erzählen und somit vielem auch gar nicht gerecht werden. Das geht an einem nicht spurlos vorbei. Auf der anderen Seite wurden wir aber sehr herzlich von allen Mitarbeitern empfangen und kamen auch miteinander ins Gespräch."

Aylin Tezel ist Kommissarin Nora Dalay

"In einem Krankenhaus bei laufendem Betrieb zu drehen ist natürlich eine besondere Situation. Wir hatten zwar ein ganzes Stockwerk für uns, aber in anderen Teilen des Gebäudes ging alles seinen normalen Gang."

Horror-Crash im "Tatort" aus Dortmund! Wie geht's für Jörg Hartmann alias Peter Faber weiter?

Nicht nur der Tod von Medizinerin Dr. Gisela Mohnheim beschäftigte die "Tatort"-Ermittler in Dortmund - auch die angeknackste Psyche von Kommissar Faber rückte in den Fokus. Nach einem im Drogenrausch verursachten Autounfall landete Kommissar Faber selbst verletzt in der Notaufnahme. Zwar wurde Fabers Kollegin Bönisch mit den Worten "Das wird ihn nicht umbringen" von einer Notärztin getröstet, als ihr Kollege bewusstlos ins Krankenhaus gebracht wurde - doch wird es im kommenden Jahr ein Wiedersehen mit Kommissar Peter Faber geben?

Vernichtende Zuschauer-Reaktionen auf Kommissar Faber im "Tatort: Inferno"

So mancher "Tatort"-Fan konnte mit dem Schicksal des Dortmunder Ermittlers wenig anfangen, wie auf der "Tatort"-Seite der ARD-Onlinepräsenz in den Kommentaren zu lesen ist. Der in "Inferno" gezeigte Fall habe einem Zuschauer zufolge "leider nichts mehr mit der Realität zu tun", vielmehr "habe ich mir gesagt, Faber hört wohl auf beim Tatort (wäre vielleicht auch Zeit)". Andere Kommentare stießen mit Anmerkungen wie "Wir empfehlen der Kripo Dortmund, Faber zu beurlauben. Jetzt mal ehrlich, der Typ ist in seiner momentanen Verfassung einfach nicht mehr tragbar!", "Die Figur Faber ist einfach nur peinlich" oder "So ein Kommisar wie der hat bei der Polizei nichts zu suchen" ins gleiche Horn. Ob Kommissar Faber in den nächsten "Tatort"-Krimis aus Dortmund zu sehen sein wird oder ob der von Jörg Hartmann gespielten Figur eine Pause gegönnt wird, ist noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass Fabers Kollegin Nora Dalay, gespielt von Aylin Tezel, ihre "Tatort"-Dienstmarke abgeben wird: Die TV-Ermittlerin wird vor ihrem Ausstieg noch in zwei Krimis zu sehen sein.

Wann gibt's den nächsten "Tatort" aus Dortmund?

Mit "Inferno" ging am Sonntag der vorerst letzte Dortmunder "Tatort" für dieses Jahr auf Sendung. Doch Fans des Ermittlergespanns Faber. Bönisch und Dalay dürfte jetzt schon die Frage auf den Nägeln brennen, wann die nächste "Tatort"-Ausgabe aus dem Ruhrpott gesendet wird. Produktionsseitig ist laut "Bild" bereits durchgesickert, dass es im Jahr 2020 wie bislang üblich zwei neue Folgen geben wird. Mit "Tatort: Monster" wurde die erste neue Folge bereits abgedreht, wie Barbara Feiereis vom WDR dem Blatt sagte. Ende 2019 sollen dann die Dreharbeiten für den zweiten Dortmunder "Tatort" 2020 stattfinden, allerdings seien die Sendetermine für die beiden Ruhrpottkrimis noch nicht festgelegt worden.

Hier gibt es die ersten Folgen des Dortmunder "Tatort"-Teams mit Kommissar Faber an der Spitze.

loc/kad/news.de/spot on news
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