11.02.2019, 20.54 Uhr

Grammys 2019: Alle Nominierungen und Gewinner der großen Grammy-Gala

Moderatorin Alicia Keys spricht im Rahmen der 61. Grammy Awards im Staples Center auf der Bühne.

Moderatorin Alicia Keys spricht im Rahmen der 61. Grammy Awards im Staples Center auf der Bühne. Bild: Matt Sayles / Invision / AP / picture alliance / dpa

Nach Kritik über zu viele weiße und männliche Grammy-Gewinner wollen die Veranstalter beim wichtigsten Musikpreis der USA künftig mit neuen Regeln arbeiten. Bei der Verleihung am Sonntag (10.2.) in Los Angeles treten in den vier wichtigsten Kategorien nicht mehr fünf, sondern acht Künstler gegeneinander an. Das Ziel: mehr weibliche Preisträger und mehr Trophäen für Afroamerikaner und Musiker etwa lateinamerikanischer und asiatischer Abstammung. Verliehen werden die Preise in 84 Kategorien.

Grammys 2019 nicht im Live-Stream, aber als TV-Wiederholung bei One

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine Live-Übertragung der Grammys 2019 wird es in der Nacht von Sonntag auf Montag im deutschen TV einmal mehr nicht geben. Allerdings müssen Musikfanatiker in diesem Jahr nicht komplett auf die renommierte Preisverleihung verzichten. Denn beim öffentlich-rechtlichen Spartenkanal One gibt es am 11. Februar ab 21.50 Uhr zumindest die komplette dreistündige Show als Aufzeichnung zu sehen. Parallel zur TV-Ausstrahlung können Sie die Grammys auch als Live-Stream in der ARD-Mediathek sehen.Die Ausstrahlung erfolgt im Originalton - mit deutschen Untertiteln optional auf ONE Textseite 150 und als digitale Untertitel.

Grammys 2019 Nominierte: Kendrick Lamar, Drake,Lady Gaga, H.E.Rund Childish als Favorit

Die besten Gewinnchancen hat dieses Jahr der kalifornische Rapper Kendrick Lamar mit acht Nominierungen, darunter für das beste Album ("Black Panther: The Album") sowie die beste Aufnahme und den besten Song des Jahres (jeweils "All The Stars"). Gleich dahinter folgt Rapper Drake mit sieben Nominierungen. Unter anderem haben auch Lady Gaga, H.E.R. und Childish Gambino gute Gewinnchancen. Sängerin Alicia Keys wird als Gastgeberin durch den Abend führen.

Der erhoffte stärkere Fokus auf Hip-Hop blieb vergangenes Jahr aus, als der achtfach nominierte Rapper Jay-Z leer ausging und Funk-Sänger Bruno Mars sechs Trophäen abräumte. Rapper und R&B-Sänger werden bei den Grammys zwar häufig nominiert, oft unterliegen sie dann aber in den wichtigsten Kategorien. Übrigens: Eine komplette Übersicht über alle Nominierten finden Sie HIER.

Ariana Grande attackiert Grammy-Produzenten

Trotz der Kritik an den Preisen sind diese in einer musikalischen Karriere ein wichtiger Meilenstein. Die Auszeichnung steht für Erfolg im Mainstream und Bestätigung der künstlerischen Leistungen durch die Musikindustrie. Viele Künstler wurden schon oft nominiert, etwa Björk (15), SZA (9), Cardi B (7), J. Cole (7) und Ariana Grande (6), gewannen dann aber nicht und könnten am Sonntag erstmals eine Trophäe mit nach Hause nehmen.

US-Sängerin Ariana Grande (25) attackierte nach der Absage ihres geplanten Auftritts bei der Grammy-Verleihung deren Produzenten. "Es geht um Kunst und Ehrlichkeit. Nicht um Politik, anderen einen Gefallen zu tun oder Spiele zu spielen", twitterte Grande am Donnerstag (Ortszeit). Musik sei für sie kein Spiel. Der Produzent der Gala hatte zuvor erklärt, die Musikerin habe in der Kürze der Zeit keine Show auf die Beine stellen können, dies sei der Grund für die Absage gewesen. Grande widersprach. Medien berichten, Macher und Sängerin hätten sich nicht auf eine Songauswahl einigen können.

Mit Gewinnern in 84 Kategorien sind die Grammys eine monumentale Preisverleihung.

Mit Gewinnern in 84 Kategorien sind die Grammys eine monumentale Preisverleihung. Bild: dpa

Lady Gaga tritt bei Grammy-Gala auf - zusammen mit diesen Gästen

Dafür tritt Lady Gaga definitiv bei den Grammys 2019 auf.Dies gaben die Verleiher der begehrten Musikpreise im Voraus bekannt. Die sechsfache Grammy-Preisträgerin ist in diesem Jahr für fünf Trophäen nominiert, darunter mit dem Hit "Shallow" (aus dem Film "A Star Is Born") für Song und Platte des Jahres. Als weitere Künstler kündigte die Recording Academy unter anderem Rapper Travis Scott, das R&B-Duo Chloe x Halle und die britische Sängerin Dua Lipa an, die gemeinsam mit der US-Sängerin St. Vincent auftreten soll.

Damit hat sich das Star-Aufgebot weiter vergrößert. Zuvor hatten die Grammy-Verleiher bereits Darbietungen von Künstlern wie Diana Ross, Cardi B, Post Malone, Ricky Martin, Dolly Parton, Katy Perry und den Red Hot Chili Peppers angekündigt.

Grammys 2019: Diese Deutschen könnten einen Preis gewinnen

In den weniger bekannten Kategorien gibt es auch Gewinnchancen für deutsche Künstler:So sind etwa Dirigent Mariss Jansons sowie Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit einer Aufnahme von Rachmaninows "The Bells" für die beste Chor-Darbietung nominiert.

Grammys 2019: Das sind die Gewinner des Abends

Die britische Sängerin Dua Lipa ("New Rules") hat bei der Grammy-Verleihung den Preis als beste neue Künstlerin des Jahres gewonnen. Bei der Gala am Sonntag in Los Angeles setzte die 23-Jährige sich unter anderem gegen das Geschwister-Duo Chloe x Halle und Country-Musiker Luke Combs durch. Nominiert waren ebenfalls Greta Van Fleet, H.E.R., Margo Price, Bebe Rexha und Jorja Smith. Neben den Kategorien Lied des Jahres, Aufnahme des Jahres und Album des Jahres ist die Auszeichnung als bester neuer Künstler eine der vier Hauptkategorien des wichtigsten Musikpreises der Welt.

Als erster Rapper hat Childish Gambino bei der Grammy-Verleihung den Hauptpreis für die beste Aufnahme des Jahres gewonnen. Sein Song "This Is America" setzte sich bei der Gala am Sonntag in Los Angeles unter anderem gegen Drake mit "God's Plan" sowie Kendrick Lamar und SZA mit "All The Stars" durch. "This Is America" gewann auch den Preis für das beste Lied des Jahres.

Childish Gambino räumt mit "This Is America" bei den Grammys 2019 ab

Childish Gambino, bürgerlich Donald Glover, verfasste den Titel zusammen mit dem schwedischen Songschreiber Ludwig Göransson. Vor allem das dazugehörige Musikvideo, das voller Metaphern rund um Rassismus und Waffengewalt in den USA steckt, hatte für Gesprächsstoff gesorgt. Childish Gambino rappt über die Widersprüche eines Lebens als Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten und tanzt im Video mit nacktem Oberkörper, während um ihn herum Gewalt und Chaos ausbrechen.

Die Menschen könnten sich unabhängig von ihrer Herkunft mit "This Is America" identifizieren, sagte Göransson über den Song. "Er prangert Ungerechtigkeit an, feiert das Leben und vereinigt uns gleichzeitig." Glover erschien nicht zu der Verleihung. Auch Beyoncé und Jay-Z, Taylor Swift und Kendrick Lamar blieben der Gala fern.

Frauen-Power bei der Grammy-Verleihung 2019

Der von Sängerin Alicia Keys moderierte Abend wurde über dreieinhalb Stunden klar von Frauen beherrscht. Unter anderem waren Auftritte von Lady Gaga, Janelle Monáe, Jennifer Lopez und H.E.R. zu sehen. Besonders gefeiert wurden Soul-Sängerin Diana Ross und Country-Musikerin Dolly Parton. Die frühere First Lady Michelle Obama kam als Überraschungsgast auf die Bühne.

Sängerin Dua Lipa zeigt im Rahmen der 61. Grammy Awards im Staples Center die Auszeichnungen als beste neue Künstlerin des Jahres und für die beste Dance-Aufnahme.

Sängerin Dua Lipa zeigt im Rahmen der 61. Grammy Awards im Staples Center die Auszeichnungen als beste neue Künstlerin des Jahres und für die beste Dance-Aufnahme. Bild: Chris Pizzello / Invision / picture alliance / dpa

Auch viele wichtige Preise gingen an Frauen: Die Trophäe für das beste Album des Jahres gewann US-Sängerin Kacey Musgraves mit "Golden Hour". Rapperin Cardi B wurde zur ersten Frau, die als Solo-Künstlerin den Grammy für das beste Rap-Album gewann. Als beste neue Künstlerin des Jahres wurde die britische Sängerin Dua Lipa ("New Rules") ausgezeichnet. Die 23-Jährige verwies in ihrer Dankesrede darauf, dass dieses Jahr viele großartige Künstlerinnen für Preise in den insgesamt 84 Kategorien nominiert worden seien.

Dua Lipa bricht bei den Grammys 2019 eine Lanze für Frauen in der Musikwelt

"Offenbar haben wir uns richtig gesteigert", sagte Dua Lipa. Ihr Kommentar war ein Seitenhieb auf Neil Portnow, scheidender Präsident der für die Grammys zuständigen Recording Academy. Portnow hatte vor einem Jahr gesagt, Frauen müssten sich "steigern", wenn sie bei der Verleihung stärker vertreten sein wollten. Nach Kritik von Fans und Musikerinnen erklärte er, den falschen Ton getroffen zu haben, und kündigte Maßnahmen an, um "eindeutige Hürden und unbewusste Vorurteile" gegenüber Frauen in der Musikindustrie abzubauen.

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rut/news.de/dpa
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