01.02.2019, 10.30 Uhr

George R.R. Martin: "Nightflyers": Horror-Weltraum statt Westeros-Weiten

Die Crew der Nightflyer sieht sich seltsamen Phänomenen gegenüber

Die Crew der Nightflyer sieht sich seltsamen Phänomenen gegenüber Bild: 2018 Syfy Media, LLC/spot on news

Ab dem 1. Februar startet die Serie "Nightflyers" bei Netflix. Auch wenn sie inhaltlich nichts mit "Game of Thrones" zu tun hat, ersonnen hat die Geschichte niemand Geringeres als George R.R. Martin (70). Worum es in den zehn Episoden der ersten Staffel geht und wie der Ersteindruck ist, gibt es hier zu lesen.

Hier gibt es die Buchvorlage zu "Nightflyers" von George R.R. Martin

Darum geht es

Im Jahr 2093 steht die Erde am Rande der durch die Menschheit verschuldeten Vernichtung. Eine Gruppe Wissenschaftler und Forscher begibt sich daraufhin auf das hochentwickelte Raumschiff namens "The Nightflyer". Die Crew bricht darin in Richtung eines außerirdischen Raumschiffs auf, wo man sich eine Lösung für das Dilemma auf Erden erhofft. Noch bevor die Reise aber wirklich losgehen kann, ereignen sich an Bord seltsame Geschehnisse. Ist der inhaftierte Junge mit übersinnlichen Kräften dafür verantwortlich? Und warum sieht man den Captain des Schiffs nie in Fleisch und Blut?

Die Antithese zu "Game of Thrones"

Anhand der Story wird sogleich deutlich, wie sehr sich die Vorlage von "Nightflyers" von jener zu "Game of Thrones" unterscheidet - trotz gleichen Autors. Statt in eine fantastische Mittelalterwelt geht es in die Zukunft, statt ausufernde Schauplätze aus Westeros und Umgebung gibt es U-Boot-Feeling im beengten Raumschiff. Nur auf Tote muss man ähnlich kurz wie bei der HBO-Serie warten, die erste Hauptfigur beißt augenscheinlich schon nach wenigen Minuten und reichlich blutig ins Gras.

Einen gewissen Low-Budget-Look kann die Serie nicht verbergen, obwohl sich die Computereffekte, seien es Kamerafahrten durchs All oder das Raumschiff selbst, grundsätzlich sehen lassen können. Von der schauspielerischen Leistung mancher Darsteller kann das zumindest in den ersten Folgen leider nicht immer behauptet werden. Es wäre aber nicht die erste Serie, in der zu Beginn noch etwas Sand im Schauspiel-Getriebe ist.

Durchwachsener Start

In den ersten Folgen wollte der Funke noch nicht so richtig überspringen. Vielleicht hatte dafür die wiedererstarkte "Star Trek"-Franchise mit der Serie "Discovery" die Weltraum-Messlatte zuletzt etwas zu hoch angesetzt. Abstürzen wollen wir die "Nightflyer" deswegen aber noch nicht sehen.

Die Handlung und die horrorhaften Ereignisse auf der Nightflyer erinnern stark an den Film "Event Horizon - Am Rande des Universums" von 1997 gemischt mit Klassikern wie "2001: Odyssee im Weltraum". Wer sich neben Sci-Fi also auch auf Horror-Elemente einlassen kann und will, der sollte zumindest testweise einige Folgen mit den "Nightflyers" durchs All düsen.

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