18.09.2018, 13.38 Uhr

Emmy Awards 2018 Gewinner: "Mrs. Maisel" und "Game of Thrones" räumen bei den Emmys ab

Amy Sherman-Palladino (vorne l) und Daniel Palladino (M) nehmen mit dem Cast und der Crew von

Amy Sherman-Palladino (vorne l) und Daniel Palladino (M) nehmen mit dem Cast und der Crew von "The Marvelous Mrs. Maisel" den Preis in der Kategorie "Beste Comedyserie" entgegen. Bild: dpa/Chris Pizzello

Die melancholische 50er-Jahre-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" ist der große Sieger beim TV-Preis Emmy: Neben dem Preis als beste Comedyserie gewann auch Rachel Brosnahan in der Titelrolle Midge Maisel als beste Schauspielerin in einer Comedyserie den wichtigsten Fernsehpreis der Welt. Weitere Emmys gab es am Montagabend in Los Angeles für die Regie und das Drehbuch von Autorin Amy Sherman-Palladino. Die Serie kam insgesamt auf acht Auszeichnungen; sie läuft in Deutschland im Streaming-Angebot von Amazon.

Emmys 2018: "Mrs. Maisel" räumt ab und "Game of Thrones" ist bestes Drama

Die Fantasyserie "Game of Thrones" wurde zum dritten Mal als bestes Drama ausgezeichnet und kommt sogar insgesamt auf neun Preise, viele davon aber in Nebenkategorien wie Makeup und Spezialeffekte. Der Schauspieler des "Gnoms" Tyrion Lennister, Peter Dinklage, gewann den Preis als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie.

Bei den Miniserien gab es insgesamt sieben Preise für "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story" über den Mord an dem italienischen Modezaren vor elf Jahren. Zu den weiteren Preisträgern zählten Drama-Darstellerin Claire Foy als Königin Elizabeth in "The Crown", "RuPaul's Drag Race" als beste Casting-Show und "Last Week Tonight With John Oliver" als beste Talkreihe. Wie üblich räumte bei den Unterhaltungssendungen "Saturday Night Live" groß ab und kam auf acht Preise.

Schauspielerin Claire Foy bedankt sich für den Emmy, den sie als

Schauspielerin Claire Foy bedankt sich für den Emmy, den sie als "Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie" für "The Crown" gewonnen hat. Bild: dpa/Chris Pizzello

Netflix, Amazon, HBO: Wer gewann den Kampf zwischen den Streamingdiensten?

Beim zuvor mit Spannung erwarteten Kampf zwischen Streamingdiensten und regulären Fernsehsendern gab es am Ende einen Gleichstand: Sowohl Netflix als auch der US-Kabelsender HBO kamen auf 23 Emmys. Traditions-Sender NBC kam auf 16 Auszeichnungen.

Zu den größten Verlierern des Abend zählte das dystopische Drama "The Handmaid's Tale", das bei 20 Nominierungen nur auf drei Preise kam. Leer aus gingen "Die Einkreisung" mit Daniel Brühl bei den Miniserien und der Wolfsburger Regisseur Edward Berger ("Deutschland 83"), der "Patrick Melrose" mit Benedict Cumberbatch in Szene gesetzt hatte.

Emmy-Nominierte 2018: Diese Serien waren im Rennen um die Emmy Awards

Während diese Zahlen vor allem für die Branche wichtig sind, schauten die meisten Zuschauer darauf, wie ihre Lieblingsserie abschnitt. Auch hier spiegelte sich der Dreikampf zwischen Internet, Kabelanbietern und traditionellem TV wider. Bei den Dramaserien gingen "Game of Thrones" und "Westworld" von HBO sowie "The Handmaid's Tale" beim US-Streamingdienst Hulu ins Rennen um die Emmy Awards.

Nach herausragenden Kritiken und der aktuellen politischen Bezüge galt vor allem diese Reihe als großer Favorit. Sie war auch im Vorjahr bereits ausgezeichnet worden. Als Außenseiter hofften auch "The Americans", "The Crown", "Stranger Things" und "This is Us" auf den wichtigsten Preis des Abends.

Glücklicher Gewinner: Schauspieler Matthew Rhys gewann den Preis als

Glücklicher Gewinner: Schauspieler Matthew Rhys gewann den Preis als "Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie" für "The Americans". Bild: dpa/Chris Pizzello

Emmys 2018: Alle Gewinner im Überblick

Bei den 70. Emmy Awards wurden am vorvergangenen Wochenende und am Montagabend in Los Angeles Preise in 122 Kategorien vergeben. Das sind die Sieger in den wichtigsten Kategorien:

Beste Dramaserie - "Game of Thrones"

Beste Comedyserie - "The Marvelous Mrs. Maisel"

Beste Miniserie - "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story"

Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie - Claire Foy für "The Crown"

Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie - Matthew Rhys für "The Americans"

Beste Regie in einer Dramaserie - Stephen Daldry für "The Crown"

Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie - Rachel Brosnahan für "The Marvelous Mrs. Maisel"

Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie - Bill Hader für "Barry"

Beste Regie in einer Comedyserie - Amy Sherman-Palladino für "The Marvelous Mrs. Maisel"

Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie - Regina King für "Seven Seconds"

Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie - Darren Criss für "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story"

Beste Talkshow - "Last Week Tonight with John Oliver"

Beste Sketchshow - "Saturday Night Live"

Beste Castingshow - "RuPaul's Drag Race2

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jat/kad/news.de/dpa
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