17.11.2017, 13.07 Uhr

Jan Böhmermann: Mit DIESEM Nazi-Park wollte das ZDF die AfD verarschen

Nach dem #verafake folgte beim

Nach dem #verafake folgte beim "Neo Magazin Royale" nun der "Reichspark". Bild: Screenshot YouTube / Neo Magazin Royale

In Russland ist es längst Realität. In einem Freizeitpark können Familien erleben, wie die russischen Truppen im zweiten Weltkrieg Berlin von den Nazis befreiten. So etwas wäre doch rein theoretisch auch in Deutschland möglich: Ein Freizeitpark, der sich mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte auseinandersetzt.

"Unternehmen Reichspark": Böhmermann erfindet NS-Freizeitpark

Das dachte sich offenbar auch Satiriker Jan Böhmermann. Nach dem #verafake beim "Neo Magazin Royale" ist nun das "Unternehmen Reichspark" in aller Munde. Böhmermann und Ralf Kabelka recherchierten für eine Dokumentation zu einem Nazi-Themenpark mitten in Brandenburg. Denn dort soll der Unternehmer Ralph Gamper an dem Projekt "Reichspark" arbeiten. Geplant seien vier Erlebnisbereiche: Rememberland, Warland, Historieland und Alt Berlin.

Zum Glück ist kein NS-Freizeitpark in Brandenburg geplant. Der "Reichspark" ist reiner Fake, ausgedacht für eine Sonderausgabe des "Neo Magazin Royale". Doch Böhmermann und Kabelka legten sich für ihre Fake-Doku mächtig ins Zeug. Denn nicht alles ist völlig aus der Luft gegriffen. In Großbritannien besuchten sie einen Ort, an dem der Zweite Weltkrieg in Kostümen nachgespielt werden kann. Und in Lettland besuchten sie einen Folterknast.

Böhmermann-Fans kann man so schnell jedoch nicht reinlegen. Die witterten bereits den Braten:

Andere Twitter-Nutzer entdeckten den vermeintlichen Unternehmer Gamper im Internet. Er ist nämlich Schauspieler und heißt Piet Fuchs.

Und auch für das in der Doku genannte Unternehmen sei eine Website erst kürzlich registriert worden.

Böhmermann will offenbar AfD-Politiker aufs Korn nehmen

Doch damit nicht genug: Offenbar haben die Macher der Sendung versucht, Kontakt mit Politikern aufzunehmen. Aus rechtlichen Gründen nannte die ZDF-Sendung keine Namen. Doch "Bento" berichtet, dass eine rechte Webseite über ein Treffen eines AfD-Politikers aus dem Potsdamer Landtag schreibt. Allerdings vermuten sie die Machenschaften eines Satirikers.

In der ZDF-Mediathek steht die ganze Dokumentation als Video-on-Demand zur Verfügung.

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bua/fka/news.de
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