23.07.2017, 14.30 Uhr

"Tatort"-Wiederholung online: Das gab's beim "Tatort: Einmal wirklich sterben" aus München zu sehen

Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, Mitte), Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Christine Lerch (Lisa Wagner) ermitteln in München.

Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, Mitte), Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Christine Lerch (Lisa Wagner) ermitteln in München. Bild: BR/Bernd Schuller

In einem Einfamilienhaus in München finden Batic und Leitmayr die tote Michaela Danzer und ihren angeschossenen, bewusstlosen Lebenspartner Daniel Ruppert. Quirin, der sechsjährige Sohn der Toten, ist verschwunden. Er ist anscheinend ein wichtiger Zeuge.

"Tatort" verpasst? "Einmal wirklich sterben" in der Wiederholung im TV und in der ARD-Mediathek

Sie hatten am Sonntag keine Zeit, um ihrer "Tatort"-Sucht zu frönen? Kein Problem! Auch wenn es diesmal kein kostenloses Video on Demand in der ARD-Videothek geben wird, so haben sie doch drei weitere Möglichkeiten "Einmal wirklich sterben" im TV zu sehen:

  • ONE, 23. Juli 2017, 21.45 Uhr
  • ONE, 23./24. Juli 2017, 00.15 Uhr
  • Das Erste, 24./25. Juli 2017, 00.30 Uhr

Das passierte bei "Tatort: Einmal wirklich sterben" am 23. Juli 2017

Der angeschossene Daniel Ruppert, so stellt sich heraus, hat vor 15 Jahren versucht, seine Familie umzubringen. Er tötete seine Frau und seinen Sohn und versuchte anschließend, sich selbst das Leben zu nehmen. Doch er überlebte. Und noch eine entging damals dem Familiensuizid: Seine Tochter Emma (Anna Drexler), die nun im Verdacht steht, sich an ihrem Vater gerächt zu haben. Doch die junge Frau ist verschollen - und sie scheint den kleinen Quirin in ihrer Gewalt zu haben.

Kritik zu "Tatort: Einmal wirklich sterben": Lohnt sich das Einschalten?

Im Kern des Films steht weniger der aktuelle Mordfall. Zentrum und Ausgangspunkt ist die Familientragödie, die sich vor 15 Jahren ereignete. Ein Mann verliert seinen Job, und weil er Angst hat, nicht mehr für seine Familie sorgen zu können, tötet er diese lieber. Regisseur Florian Imboden inszeniert dieses eingangs bewegende Drama aus mehreren Perspektiven, blickt immer wieder auf das Geschehen zurück und lässt auch einen Kollegen von Batic und Leitmayr, der damals die Ermittlungen leitete, zu Wort kommen. Auch bei ihm hat das Unglück Spuren hinterlassen. In der Gegenwart dreht sich alles um die Frage, wie Emma, die damals von ihrem Vater verschont wurde, mit ihrem Trauma umgeht.

Leider verliert der Film nach dem vielversprechenden Auftakt an Schwung und Substanz. Nur sehr oberflächlich wird darauf eingegangen, wie das Leben von Emma nach dem Tod von Mutter und Bruder bis zu ihrem plötzlichen Auftauchen verlaufen ist. Es wäre auch interessant gewesen, wie es Daniel Ruppert gelungen ist, sich ein neues Leben aufzubauen, in dem Wissen, fast seine ganze Familie ausgelöscht zu haben. Doch auch hier bleibt es bei Andeutungen. Stattdessen muss man Batic und Leitmayr dabei zusehen, wie sie im Schneckentempo ermitteln und Emma nur sehr langsam auf die Spur kommen, obwohl von Beginn an klar ist, dass sie die Hauptverdächtige ist.

Die Münchner unterschreiten in "Einmal wirklich sterben" ihre eigene, hoch angesetzte Messlatte. Das Familiendrama zu Anfang bewegt, die restliche Geschichte nicht.

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Das Erste vorn: "Tatort" aus München punktet auch als Wiederholung

Die Münchner "Tatort"-Kommissare Batic und Leitmayr bleiben auch in der Sommerpause erfolgreich: In ihrem Fall "Einmal wirklich sterben" aus dem Jahr 2015 müssen sie ein Familiendrama aufklären, bei dem eine Frau erschossen wurde. Die Wiederholung sahen am Sonntagabend ab 20.15 Uhr im Ersten immerhin 5,64 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei 18,4 Prozent. Das war kein Rekordwert für einen "Tatort" und auch deutlich schlechter als die Wiederholung eines Falls der Kollegen aus Münster (7,81 Millionen, 25,4 Prozent) eine Woche zuvor. Aber die Konkurrenz blieb noch deutlich dahinter: Die TV-Romanze "Ein Sommer auf Lanzarote" mit Christina Hecke und Fabian Joest Passamonte verfolgten im ZDF ab 20.15 Uhr im Schnitt 4,42 Millionen (14,4 Prozent).

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